Ociel del Toa

 Kuba 1965
Kurzfilm, Dokumentation 17 min.
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In den 1960er Jahren produzierte Guillén Landrián etwa zwanzig Arbeiten, formal ziemlich radikale und variationsreiche Betrachtungen seiner kubanischen Heimat und Landsleute. Als beispielhaft für seinen antikommunistischen Gestus gilt ein mit dem Beatles-Song «The Fool on the Hill» unterlegtes Bild Fidel Castros in COFFEA ARÁBIGA (1968). Der Film beschäftigt sich - musikvideoartig rasend montiert - mit dem Kaffeeanbau rund um Havanna, spart die gesundheitlichen Kollateralschäden der Landwirtschaft nicht aus und thematisiert nebenbei die Geschichte der Sklaverei. Doch schon Filme wie OCIEL DEL TOA (1965), ein Fresko des bäuerlichen Lebens in Baracoa, oder EN UN BARRIO VIEJO (1963) erregten den Widerwillen des kubanischen Filminstituts. Und wodurch? «Diese Filme sind faszinierende, poetisch-experimentelle Beobachtungen, die jedoch keinen euphorischen Aufbruch propagieren, sondern denen ein eher dunkler Ton unterliegt und die, wenn es um politische Symbole geht, eine ironische Distanz an den Tag legen.» (Florian Zeyfang) Lange vergessen, wurde das Werk des 1938 auf Kuba geborenen Nicolás Guillén Landrián erst nach seinem Tod 2003 in Miami wiederentdeckt.

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Nicolás Guillén Landrián
Nicolás Guillén Landrián

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