Robert Frank Programm 02

 
Independent 
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Life Dances On...
USA 1980, 16 mm, Farbe & s/w, 30 Minuten. (engl. OF). Regie: Robert Frank. Kamera: Robert Frank, Gary Hill, David Seymour. Schnitt: Gary Hill. Verleih: Vega Film, Zürich. Mit: Pablo Frank, Sandy Strawbridge, Marty Greenbaum, Billy, Finley Fryer, June Leaf.
Ohne klar ersichtlichen Anfang oder Ende erscheint der Film wie ein Stück Leben, das aus seinen intimen Beobachtungen herausgeschnitten wurde. Frank kombiniert Details kaum mit Referenzen auf ihre Kontinuität, er zeigt einfach das Vergehen der Zeit und dessen minuziöse Auswirkungen, gefärbt von der Bewegung des Filmes selbst. "Ich habe Nova Scotia mit der Kamera bereist", sagte Robert Frank. "Ich bin von links nach rechts gezogen, bei Regen, Hagel und bei Sturm, und ich habe vor, das irgendwie zu verwenden. Es geht nicht um die schöne Aufnahme, für mich zeigt sie nur den Fluss der Zeit." (PB)

Summer Cannibals (Patti Smith
USA 1996, 35mm (Video), s/w, 5 Minuten. Regie: Robert Frank. Kamera: Kevin Kerslake. Schnitt: Laura Israel. Musik: Patti Smith. Verleih: Arista Records, New York. Mit: Patti Smith & Band

Es wäre der ideale Stoff für einen Horrorclip, aber Robert Franks lichter, energetischer Kurzfilm zu Summer Cannibals versagt sich naheliegende illustrative Bilder, so sie nicht zu Patti Smiths Selbstinszenierung vor der Kamera gehören: Zur Zeile "The viscous air / Pressed against my face" etwa drückt sie sich theatralisch die Hände ans Gesicht, am Höhepunkt ihres Lieds; nachdem sie mit einem rollenden, gutturalen "Eat!"-Schrei zum peitschenden Refrain überleitet, beißt sie sich in die Armbeuge. Summer Cannibals bedient sich einer typischen, eigentlich banalen Musikvideo-Situation - Smith und Band tun in einem spärlich dekorierten Zimmer so, als gäben sie ein Konzert -, seltsamerweise besitzt Franks Film aber eine Aura des Unerklärlichen. (CH)

San Yu
CH/F 2000, 35mm (Video), s/w, 27 Minuten. (engl., chin., franz. OF m. engl. UT). Regie: Robert Frank. Kamera: Robert Frank, Paolo Nozzolino. Schnitt: Laura Israel. Verleih: Vega Film, Zürich.
In knappem, fragmentarischem Stil tastet San Yu, der Film, das Leben und die Kunst eines Fremden ab - und die zaghaften, letztlich zum Scheitern verurteilten Versuche, sich diesem zu nähern. Frank selbst stellt hier jedenfalls noch einmal fest, worum sein Werk sich primär dreht: "It's all about memory". (StG)

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