Souvenirs de Paris

 
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Nostalgie, Sehnsucht, Heimweh: Gerade die Stadt Paris wird immer wieder mit diesen Gefühlen verbunden. Den filmischen Erinnerungen an die Metropole widmet die Reihe 'Paris im Film' einen Abend.

Programm: Souvenirs de Paris (69 min.)
"Dieses ist eine Stadt!" soll Goethe einmal über Paris gesagt haben, doch ihr architektonisches Gesicht läßt sich nur schwer in Worte fassen. In Dichtungen wie Emilé Zolas "Une page d'amour" wird in allgemeinen Wendungen von ihrer Schönheit oder vom Liebreiz ihrer Frauen und vom Laster gesprochen, aber ebenso von den "Steinen von Paris". So bezeichnete Victor Hugo die Notre Dame als das gebaute Wort der Menschheit, Honoré de Balzac schwärmte von dem "quatier chic" im aristokratischen Viertel von Marais, usw. Ebenso viele Fotografen und Filmemacher entdeckten die morbide Schönheit der sterbenden Altstadt und trauerten ihr nach. Die schönsten Filmgedichte über diese Stadt entstanden im Kontext von mystifizierten Orten, wie dem atmosphärischen Friedhof Père-Lachaise, den wunderbaren alten Straßenmärkten, Markthallen und Bistrós oder von der Pariser Métro.

Au Père-Lachaise (1986)
Frankreich. 13 min. Farbe. 35 mm. (OF)
Regie: Jean-Daniel Pollet, Pierre-Marie Goulet
Viel ist über diesen wohl berühmesten Friedhof der Welt geschrieben worden. Noch heute pilgern zahlreiche Menschen dorthin um jene letzten Ruhestätten so prominenter Künstler wie Honoré de Balzac, Oscar Wilde, Marcel Proust, Sarah Bernhardt, Amadeo Modigliani, Jim Morrison usw. aufzusuchen.

The Dead (1960)
USA. 11 min. Farbe. 16 mm. (stumm)
Regie: Stan Brakhage
Ein Grundprinzip der Filme des US-Filmkünstlers Brakhage ist die irrationale Vermengung von Kunst und Leben, von Vision und Realität. Wenn auch sein Dokument über den traditionsreichen Friedhof Père-Lachaise sehr nüchtern und geradezu unromantisch ausfiel, so sind seine erregenden Bildmetaphern sehr poetisch und von schwarzer Ironie.

Metroparoles (1981)
Frankreich. 10 min. Farbe. 35 mm.(OF)
Musik: Robert Wood.
Regie: Elisabeth Huppert
Die Fahrt durch das unterirdische Métro-System gleicht einer Höhlenfahrt, noch dazu wenn die Kamera auf den Kopf gestellt wird. In der unheimlichen unterirdischen Stille, begleitet von einer Kommentarstimme, treibt der Zuschauer wie auf einem Fluß einem unbekannten Ziel entgegen.

Nuestra Señora de Paris (1981/82)
Frankreich. 22 min. Farbe. 16 mm. (ohne Dialoge) Regie: Téo Hernade
Die schnellen Schnitte und ruckartigen Kamerabewegungen dieses Films erinnern an Werke von Stan Brakhage und Jonas Mekas, ohne aber deren Geradlinigkeit und gestalterische Kraft zu haben. Nichtsdestotrotz gibt sein Gewitter an Bildern einen hektischen Eindruck der Metropole wieder, obwohl seine Motive malerisch und impressionisch-lyrisch wirken.

Les dites cariatides (1984)
Frankreich. 13 min. Farbe. 35 mm. (OF m.engl UT) Regie: Agnès Varda
Varda entdeckt die Trägerfiguren and den Hausfassaden des Klassizismus und der 'Belle Epoque'. Sie unterscheidet deren Bedeutung in zwei Kategorien: In jene der starken, männlichen Figuren der verschwitzten Atlanten und in jene der grazilen, verführerischen Amazonen und weiblichen Karyatiden.

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