1973 in Südkalifornien geboren, begann Paul Walker schon als Kind zu modeln. Er studierte zunächst Meeresbiologie, entschloss sich aber bald, eine Schauspielkarriere einzuschlagen.

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Stars
01/20/2022

Tragisch: Diese 10 Stars verstarben während der Dreharbeiten

Ob unglückliche Unfälle, Überdosis oder ungeklärte Todesfälle: Diese Stars konnten das Ende der Dreharbeiten nicht mehr miterleben.

von Manuel Simbürger

In so gut wie jeder Berufssparte wird zur Vorsicht ermahnt, um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Hollywood stellt hier keine Ausnahme dar: Dass Fehler bei Dreharbeiten tödlich enden können, daran erinnerte vor kurzer Zeit erst das Schicksal rund um Kamerafrau Halyna Hutchins, die am Set des Alec-Baldwin-Westerns "Rust" von einer Requisiten-Pistole versehentlich erschossen wurde. 

Leider ist diese Tragödie kein Einzelfall: Die Historie Hollywoods ist voll von tödlichen Unfällen am Set, die der eigentlich hoffnungsspendenden Redewendung, Hollywood lasse einen nach den Sternen greifen, eine traurige Bedeutung verleihen.

Manchmal aber geschieht es auch, dass SchauspielerInnen abseits des Sets während noch laufender Dreharbeiten sterben und so den Erfolg ihres Werkes nicht mehr miterleben können. Dann wird das Drama auf der Leinwand plötzlich realitätsnäher, als uns allen lieb ist, und das Leben verwandelt sich in eine grausame Elegie, die ohne jeglichen Sinn zu sein scheint ...

10 SchauspielerInnen, die während Dreharbeiten gestorben sind:

Brandon Lee

Es ist erschreckend, wie sehr der Tod von Brandon Lee, Sohn der Kung Fu-Ikone Bruce Lee, an jenen von Halyna Hutchins erinnert: Lee starb am Set des Kult-Films "The Crow – Die Krähe", nachdem er von einer echten Patrone getroffen wurde, die sich irrtümlicherweise in einer Requisiten-Pistole befand. Zwölf Stunden später erlag er seiner schweren Schusswunde im Krankenhaus, er wurde nur 28 Jahre alt.

Marilyn Monroe

Viele Mythen ranken sich um den Tod des allerersten Sexsymbols der Traumfabrik: Bis heute ist nicht geklärt, ob es sich bei der Medikamenten-Überdosis um einen Unfall oder Absicht handelte – oder gar um Mord seitens des Weißen Hauses, die Monroes Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy vertuschen wollten.

Den Film "Something’s Got to Give" konnte sie jedenfalls nicht mehr fertig stellen. Marilyn Monroe starb im Alter von 36 Jahren.

James Dean

Und noch eine Kino-Ikone, die viel zu früh von uns ging: Nur 24 Jahre alt war Ur-Rebell James Dean, als er im Jahr 1955 bei einem Autounfall mit seinem Rennwagen tödlich verünglückte. Sein letzter Film "Giganten" war beinahe vollendet, einige Szenen mit Dean mussten jedoch nachsynchronisiert werden. Der frühe Tod machte Dean unsterblich und zum ewig-coolen Outsider.

Philip Seymour Hoffman

Philip Seymour Hoffman gehörte zu jenen SchauspielerInnen, die in Hollywood respektiert wurden und beliebt waren. Der Schauspieler kämpfte Zeit seines Lebens gegen die Drogensucht an. Während der Dreharbeiten zum Fantasy-Hit "Die Tribute von Panem – Mockingjay" starb er mit 47 Jahren an einer Überdosis. Seine Rolle wurde deshalb erheblich minimiert.

Heath Ledger

Die Historie wiederholt sich nicht, sie reimt sich nur: Wie Hoffman starb auch der allseits geschätzte Jung-Star (er wurde 28 Jahre alt) an einer versehentlichen Überdosis, wobei es sich beim "The Dark Knight"-Star um verschreibungspflichtige Medikamente handelte. Es gilt als gesichert, dass Ledger Medikamenten-süchtig war, dass seine Rolle des Jokers damit zusammenhängt, darüber kann jedoch nur spekuliert werden.

Den Film "Das Kabinett des Doktor Parnassus" konnte er nicht mehr fertig drehen, seine Rolle wurde von den Schauspiel-Hochkarätern Jude Law, Johnny Depp und Colin Farrell übernommen.

Jean Harlow

Sie gilt als einer der größten Stars des "Golden Age of Hollywood", doch auch sie konnte all der Ruhm und das Geld nicht vor Krankheiten bewahren: Im Alter von nur 26 Jahren verstarb Jean Harlow an Nierenversagen. Dass sie sich bereits weit über der Grenze ihrer körperlichen Belastbarkeit befand, davon zeugte ein Zusammenbruch am Set von "Saratoga" eine Woche zuvor.

Bruce Lee

Das Schicksal meinte es mit dieser Familie nicht gut: Wie auch sein Sohn Brandon Lee verstarb Kampfsport-Ikone Bruce Lee kurz nach den Dreharbeiten zum Film "Der Mann mit der Todeskralle". Schon am Set erlitt Bruce ein Hirnödem und einen epileptischen Anfall, da er sich körperlich und psychisch zu sehr verausgabt hatte. Zwei Monate später starb er an den Folgen einer Hirnschwellung, er wurde 32 Jahre jung.

Paul Walker

Die Ironie des Lebens kann zuweilen schrecklich grausam sein: Paul Walker stieg mit der PS-Oper-Action-Filmreihe "Fast and Furious" in die A-Liga Hollywoods auf. Während der Dreharbeiten zum siebten Teil (Walker wurde in den verbleibenden Szenen von seinen Brüdern gedoubelt, zudem wurde mit CGI und alten Filmaufnahmen gearbeitet) verstarb er 40-jährig bei einem Autounfall, die Ursache war zu hohe Geschwindigkeit. Am Steuer saß ein befreundeter Rennfahrer. Zuvor besuchte Walker ein Charity-Event zugunsten der Opfer des Taifuns Haiyan. 

Larry Hagman

Dank TV-Hits wie "Dallas" und "Bezaubernde Jeannie" gehörte Larry Hagman zu den erfolgreichsten Schauspielern der 70er- und 80er-Jahre. Mit dem "Dallas"-Remake 2012 wollte er an alte Erfolge anknüpfen, doch die Leukämie war am Ende stärker: Während der zweiten Staffel erlag er mit 81 Jahren seiner Erkrankung.

Natalie Wood

Dank zeitloser Klassiker wie "West Side Story" und "…denn sie wissen nicht, was sie tun" hat sich Natalie Wood für immer einen fixen Platz im Hollywood-Olymp gesichert. Ähnlich sagenumwoben wie ihre Filme ist auch ihr Tod: Sie starb während eines Bootausflugs, bei dem auch ihr damaliger Ehemann Robert Wagner und Schauspiel-Ikone Christopher Walken dabei waren.

Die genauen Gründe für ihren Tod (Wood ertrank) sind bis heute nicht geklärt. Natalie Wood war damals 43 Jahre alt und befand sich mitten in den Dreharbeiten zum Film "Projekt Brainstorm".

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