Steirischerherbst Festivalfilme 2019 Programm ab 12 Jahren

AT, 2019

Kurzfilm

In moderierten Schulvorstellungen gibt es filmische Arbeiten zu sehen, die unsere popcornkinogeprägten Sehgewohnheiten auf die Probe stellen...

Min.66

Wrixling
Filmlänge: 3 Minuten
„When life deals you a bad hand ...“, ja, dann sind guter Rat und schnelle Hilfe teuer. Vermeintliche Heilsversprechen gibt es viele, oftmals nur zwei Mouseclicks und eine Online-Überweisung entfernt. In seinem Projekt treibt der Stand-Up-Comedy- Künstler Michael Portnoy diese Situation auf die Spitze, in dem er über eine Online-Coaching- Plattform die ultimative kommunikative Lösung für alle Probleme anbietet: Wrixling. Wie das genau funktioniert? Gerade die Uneindeutigkeit schafft Eindeutigkeit: Schauen Sie selbst auf wrixling.com. Eindeutiger kann es beim besten Willen nicht werden.

Dissociation_Study
Filmlänge: 8 Minuten
Welche Rolle spielt das Mienenspiel in der Kommunikation? Das führt uns die Künstlerin Jule Flierl vor Augen: Dissociation_Study ist ein grotesker Tanz für das Gesicht, bei dem sie mit der Übereinstimmung von Stimme und Gesichtsartikulation spielt: Welche Botschaft ist stärker, die der Mimik oder die des Tons? Des Grauens oder der Harmonie? Inspiration dazu war der TonTanz „Coloratura“ der Tänzerin Valeska Gert, die bereits in den 1920er-Jahren die Grenzen des Tanzes verschob.

Yolanda I Patricia
Filmlänge: 14 Minuten und 17 Minuten
Wecker läuten, aufstehen, Kinder versorgen, arbeiten, abendessen, schlafen, Wecker läuten, aufstehen... ob in Deutschland, Mexiko, Polen oder Sizilien: Artur Zmijewski folgt den Held*innen seiner Kurz lme über 24 Stunden hinweg vom: zum hektischen Arbeitsplatz bis in den intimen Tiefschlaf. Arbeits- und Privatzeit verschmelzen so zu einer scheinbar immer wiederkehrenden Routine der Anstrengungen und Bemühungen, in der alle Handgriffe sitzen müssen: die der Mutter und die der Arbeitskraft.

The invisible hand of my father
Filmlänge: 24 Minuten
Nugzari, der Vater des Filmemachers, verliert als osteuropäischer Migrant in Portugal bei einem Arbeitsunfall seine rechte Hand. Der Film folgt dem Wandel vom physikalischen zum symbolischen Wert dieser „abwesenden“ Hand, die stets eine maßgebliche Rolle für den Unterhalt der Familie gespielt hat. Giorgi Gago Gagoshidze reflektiert dieses Einzelschicksal vor dem Hintergrund wechselnder politischer Ideologien, die oft auch von symbolischen Händen repräsentiert wurden: „der kollektiven Hand der Arbeiter“ oder „der unsichtbaren Hand des freien Marktes“.
 

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