Stoffwechsel: Re-Editing History

 
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Die Veranstaltung präsentiert Beispiele aus dem Bereich des künstlerischen Films wie auch der Mainstream-Produktion und diskutiert sie mit geladenen Gästen.

Dokumentarfilme und TV-Dokumentationen bilden einen stark wachsenden Teil der öffentlichen Geschichtskultur. Den Abschluss der Jahresreihe Filmdokumente zur Zeitgeschichte macht deshalb ein Abend, der sich mit den filmischen Neu- und Umformungen historischen Materials beschäftigt: re-editing - also "umschneiden" - ist als künstlerische Strategie ein ureigener Bestandteil des Mediums Film. Vom Found Footage-Avantgardefilm über die Strategien der Filmpropaganda bis hin zum Geschichtsfernsehen wird Filmmaterial nicht bloß zitiert, sondern bewusst verfremdet, neu kontextualisiert, (künstlerisch) interpretiert.

Die Veranstaltung präsentiert im Rückgriff auf Themen der vorangehenden Abende Beispiele aus dem Bereich des künstlerischen Films wie auch der Mainstream-Produktion und diskutiert sie mit geladenen Gästen aus der Film- und TV-Branche sowie der Geschichts- und Filmwissenschaft: Was ist "Quellentreue", was "künstlerische Freiheit"? Und wie sieht im Jahr 2008 eine "Ethik des Archivfilms" aus? (Michael Loebenstein, Siegfried Mattl)

PROGRAMM:

Zur entsetzlichen Katastrophe der Titanic der 1600 Menschen zum Opfer fielen (1912) Produktion: Gaumont. s/w, ca. 7 min

Tod im Morgengrauen - Das letzte Schlachtschiff des Kaisers (2008) von Maria Magdalena Koller. Farbe, ca. 10 min [Ausschnitt]

Germany Calling (1941) von Charles Ridley. s/w, 2 min

Der graue Star II: Die Wehrmacht (2001) von Maschek. Farbe, 6 min

Ein Drittes Reich (1975) von Alfred Kaiser. s/w, 28 min

Majdanek 1944 - Opfer und Täter (1986) von Irmgard von zur Mühlen. s/w, 64 min

Die Filmbeispiele werden kommentiert und mit den Gästen und dem Publikum diskutiert. Gäste: Peter Huemer (Journalist und Historiker, Wien), Maria Magdalena Koller (Regisseurin, Wien), Volker Pantenburg und Michael Baute (Filmwissenschaftler, Berlin) u.a.

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