Tönende Handschrift, das Wunder des gezeichneten Tones

 D 1932
Kurzfilm 13 min.
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Rudolf Pfenningers heute weitgehend vergessenes Experiment mit künstlichem Ton hatte noch Geburtswehen und wird erst Jahre später von Avantgardisten wie Norman McLaren perfektioniert. Pfenninger, ein Rundfunktechniker und Trickfilmzeichner, erklärt in Tönende Handschrift seine Methode, synthetischen Ton herzustellen, indem er auf lange Papierstreifen gezeichnete Zacken einzeln mit der Kamera abfilmt und sie direkt auf die Lichttonspur aufbringt. Zu stimmungsvollen Wolkenaufnahmen interpretiert er dann das «Largo» von Händel mit seiner abstrakten Tonkinematografie. «Die Musik des Durchschnittsfilms, die sich zumeist aus Schlagerliedern zusammensetzt, wird die Erfindung Pfenningers kaum revolutionieren», so Rosenfeld. «Der musikalischen Gestaltung des künstlerischen Films aber erschließt die ‹tönende Handschrift› neue Wege. Die Arbeit Pfenningers ist noch im Anfangsstadium, nicht alle Schwierigkeiten sind überwunden. In Berlin und München wurden die ersten Versuchsfilme bereits vorgeführt. Die Wiener Filmbranche allerdings nimmt, wie von andern neuen Experimenten, auch von diesem noch keine Kenntnis.» (Fritz Rosenfeld)

(Text: Viennale 2005)

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