Tell Them Willie Boy is Here

 
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User Kritiken

  • Menschenjagd in der Wüste
    Die einzige ‘blutige Spur‘ stammt von einem angeschossenen Schakal. Aber mit dem Originaltitel kann man auch wenig anfangen. Es ist ein Satz, mit dem Willie (Robert Blake) seine geliebte Lola (Katherine Ross) zum Verrat auffordert. Im Grunde ist es die übliche Verfolgungsjagd eines mutmaßlichen Mörders durch Sherif Cooper (Robert Redford). Der hat eine Beziehung zu Dr. Arnold (Susan Clark), zuständig für das Indianerreservat. Und Willie flieht mit seiner Lola. Auch ihre Liebe ist problematisch.
    Dieser Spätwestern (1969) läutet das Ende dieses über viele Jahrzehnte populären Genres ein. Es gibt keine echten Helden mehr. Die Männer werden alle irgendwie schuldig, egal auf welcher Seite sie stehen. Zu keinem von ihnen kann der Zuschauer mit Hochachtung aufschauen. Und wie ein alter Cowboy sagt, ‘war früher alles besser. Auch echte Liebe hat hier keinen Platz. Zwei Pärchen sind einander in ein Art Hass-Liebe verfallen. Sherif Cooper nutzt Dr. Arnold aus und lässt sie hängen, wenn es ihm passt. Über Lolas Ende kann man nur spekulieren. Alle Figuren agieren nur noch funktionell. Willies eigentliches Verbrechen ist seine Hautfarbe. Hier spielt auch noch der Rassismus eine Rolle. Und am Ende gibt es eine ganz untypische Feuerbestattung. Akustische Signale klingeln als Begleitung zur Handlung und unterstützen die Spannung. So sieht kein Kassenschlager aus der Traumfabrik aus. Qualität ist ohnehin unbezahlbar.