The Bubble - Eine Liebe in Tel Aviv

 Israel 2005

Ha-Buah

Romanze 115 min.
7.40
The Bubble - Eine Liebe in Tel Aviv

Alltag in Tel Aviv. Man arbeitet im Coffeeshop oder in einer Parfümerie, lebt in gemischter WG und organisiert den nächsten Rave am Strand.

Die Gespräche drehen sich um Liebe, Sex, Beziehungen. Die fröhliche Lulu hat sich in einen Reporter verliebt, der stille Noam kommt gerade vom Militärdienst zurück, und Yali verbirgt hinter aufgesetzter Exzentrik, dass er in Noam verliebt ist. Leben in der Sicherheitsblase (daher der Filmtiteb| während wenige Kilometer entfernt der Konflikt eskaliert.

Doch die Blase platzt, als sich Noam in den Palästinenser Ashraf verliebt. Nur kurz hält die Utopie, dass diese Beziehung möglich sein könnte: Ashraf zieht in die WG in Tel Aviv ein und gibt sich, da ohne Aufenthaltsgenehmigung, als Israeli aus. Beim gemeinsamen Theaterbesuch von Martin Shermans Klassiker "Bent" diskutieren beide über Holocaust und Verfolgung - erstaunlich offen zwischen Israeli und Palästinenser. Doch Verfolgung muss auch Ashraf erfahren, als er zur Hochzeit seiner Schwester nach Nablus zurückkehrt. Der Schwager ist Hamas-Mitglied und Schwulsein in der islamischen Gesellschaft nicht geduldet. Hier bekommt der Film von Eytan Fox Wucht und Relevanz - als Porträt einer neuen Generation, die sich mit den bestehenden Fronten nicht mehr abfinden möchte. Mehr davon. (Christina Tilmann, Tagesspiegel)

Details

Ohad Knoller, Yousef 'Joe' Sweid, Daniela Wircer, Alon Friedmann, Zion Baruch, u.a.
Eytan Fox
Eytan Fox, Gal Uchovsky

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Israelis und Palästinenser
    Es geht um das Problem der Israelis und ihrer palästinensischen Nachbarn. Hier ist es eine homosexuelle Beziehung aus beiden Volkgruppen. Die politische Situation wird besonders am Checkpoint deutlich. Diese peinlichen, schikanösen Kontrollen gehen wirklich unter die Haut. Daneben erleben wir eine muntere WG, in der die Homos überwiegen. Der Sex ist da, der Witz ist allerdings weg. Die Handlung zieht sich hin ohne großen Unterhaltungswert. Und auch so etwas wie Spannung will nicht so recht aufkommen. Bis zum dramatischen Schluss plätschert die Handlung nur so vor sich hin. Alltag in Tel Aviv. Es passiert nichts aufregendes, wenn man vom latenten Gegensatz der Israelis und Palästinenser mal absieht. Und der wird immer wieder von oberflächlichen Albernheiten überdeckt, bevor er eine gewisse Bedeutung erlangen kann. Na gut, wir erfahren, dass es in Israel junge Leute gibt, die ein lockeres Leben zwischen Sex und Beruf führen wollen. Da haben es homosexuelle Paare besonders schwer. Und am Ende steht die Rache als neuer Anfang. Vergeltung für erlittenes Unheil. Kein friedliches Zusammenleben beider Volksgruppen im Nahen Osten. Leider! Tragisch ist das schon, aber komisch???