Throbs

 USA 1972
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Throbs bildete den Auftakt einer langen Reihe schöner Filme, in denen Worden sich intensiv dem Einzelbild zuwendet - dem Grundelement filmischer Bewegung und Konsistenz. Freds Untersuchungen, für die er oft einen optischen Printer benutzte, befassen sich mit dem Licht, der Farbe, der Oberflächenstruktur des Zelluloids und besonders mit der Emulsion, durch die das Licht hindurch muss, um visuelle Information überhaupt erst zu vermitteln. In späteren Filmen ging Fred noch mehr ins Detail, z.B. in Frames (1976), der nur von vier Einzelbildern ausgeht. Einer seiner letzten 16mm-Filme, der epische One (1998), beschränkt sich nur noch auf ein einziges - und erkundet die scheinbar unbegrenzte, energetische Landschaft, die dessen Oberfläche darstellt. Doch haben alle späteren Forschungsarbeiten ihren Ursprung in Throbs, den Fred als Student zusammen mit Robert Nelson und Pat O'Neill am California Institute of Arts machte. Angesichts einer ganzen Mode ekstatischer, psychedelischer Filme, die es damals gab, erscheint Throbs ausgesprochen zart und zurückhaltend. «Es ist schwer, mir meine Gedanken von damals klarzumachen. Ich glaube, dass ich dabei war, in Richtung "Visuelle Musik" zu gehen, obwohl ich nicht wusste, welche Geschichte dieses Konzept damals schon hinter sich hatte. Außerdem erschien die Möglichkeit einer Art "fluiden Filmemachens", die der Optische Printer bot, zu jener Zeit sehr frisch und aufregend (heute kaum mehr zu glauben).» Dieser Film ist Teil des Programms Rock ... and TV.

(Text: Viennale 2008)

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Fred Worden

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