Thunderhoof / Ride Lonesome

Film

Double Feature

Thunderhoof (1948)
Studio: Columbia; Regie: Phil Karlson; Drehbuch: Harold Jacob Smith, Kenneth Gamet; Kamera: Henry Freulich; Darsteller: Preston Foster, Mary Stuart, William Bishop, Dice. 35mm, sw, 77 min

Ride Lonesome (1959)
Studio: Columbia; Regie: Budd Boetticher; Drehbuch: Burt Kennedy; Kamera: Charles Lawton Jr.; Musik: Heinz Roemheld; Darsteller: Randolph Scott, Karen Steele, Pernell Roberts, James Best, Lee Van Cleef, James Coburn. 35mm, Farbe, 73 min

Zu Beginn seiner langen Karriere inszenierte der Noir-Kultregisseur Phil Karlson einige innovative B-Filme. Zu den erfolgreichsten, jedoch rarsten gehört Thunderhoof, in dem er Elemente seiner renommierten 1950er-Produktionen vorwegnimmt und dessen Cast mit drei Schauspieler/innen sowie – als Titelhelden – einem Pferd auskommt. Zutaten wie freudianisch inspirierten Vatermordsszenarien und Melvilles Moby Dick prägen in eindrucksvollen Szenen den Nachkriegswestern neu, wobei nach Hawks'schem Vorbild ein Pferd ebenso viel zählt wie die Angebetete. Mit Ride Lonesome, dem vorletzten der sieben Western in Budd Boettichers minimalistischem Ranown-Zyklus, erfolgte die Expansion ins Breitwandformat. Mit entsprechender Gelassenheit entfaltet sich die Geschichte: Der die Handlung motivierende Mord an der Frau von Ex-Sheriff Randolph Scott liegt schon so weit zurück, dass sich der Täter kaum noch erinnern kann. Action und Suspense werden nur mehr angedeutet, während sich die Hauptfiguren nahezu ziellos durch die weite Landschaft bewegen und einander in Konversationen, die wie psychologische Schachspiele wirken, auf Stärken und Schwächen abklopfen. (H. G.)

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