VIS-Kurzfilmprogramm

 
Kurzfilm 
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Wie die FrauenFilmTage feiert auch VIS Vienna Independent Shorts heuer sein zehnjähriges Bestehen. Österreichs größtes Kurzfilmfestival ist bereits zum zweiten Mal zu Gast, diesmal mit (Wieder-)Entdeckungen der letzten zehn Jahre.

Aus jedem Festivaljahr wurde ein Film ausgewählt, darunter Werke von bekannten Namen wie Miranda July und Cecilia Lundqvist sowie Beiträge origineller Initiativen wie dem 59 Seconds Video Festival aus New York. Auch Festivalhighlights aus Berlin, Cannes und Venedig - Wo ich bin ist oben von Bettina Schoeller, How to Pick Berries von Elina Talvensaari oder Nightstill von Elke Groen - sind Teil des Programms.

Die Kombination der zehn Filme ergibt einen facettenreichen Rückblick, der zu Begegnungen mit Heimat und Fremde einlädt. Wir begeben uns auf eine Reise in die Ferne, erleben das Unbekannte und finden uns (schmunzelnd) in vertrauten Lebenssituationen wieder. Als Bonus gibt es einen Überraschungsfilm, der bei den FrauenFilmTagen seine Österreich-Premiere feiern wird!

Kuratiert von Julia Fabrick und Alexandra Valent.

Oh I'm so happy
Cecilia Lundqvist, Schweden 2008, 3 Min. (VIS 2009)

Eine Frau erzählt von ihrem Leben, versucht uns zu überzeugen, dass sie glücklich ist. Doch nicht nur ihr Gesicht, auch ihre Haltung und ihre Position verraten, dass sie uns wohl etwas vormacht. Gnadenlose "Sound-Footage"-Arbeit der Animationskünstlerin Cecilia Lundqvist.

Kleine Reise
Claire Walka, D 2003, 2 Min. (VIS 2005)

Eine Reise durch den Supermarkt der etwas anderen Art.

Amnezac
Fulana (Cristina Ibarra, Marlène Ramirez-Cancio, Lisandra Ramos-Grullón, Andrea Thome), USA 2005, 59". (VIS 2006)

Hemmen Sie Ihr historisches Gedächtnis and fragen Sie Ihren Arzt nach Amnezac, dem stärksten Anti-Historiamin auf dem Markt.

Unfold
Ingrid Chikhaoui, F/USA 2011, 18 Min. (VIS 2012)

New York - Tunesien. Zwei Protagonisten, zwei Familien, zwei Religionen, zwei Sprachen - zwei Welten. Im Fokus der Erzählung steht die Liebesbeziehung zwischen Elias und Susan, zwei Fremde in New York, welche sich in ihren Hochzeitsvorbereitungen befinden. Ein Ein-Zimmer-Appartement stellt dabei den Ort der Begegnung dar. So erlebt Elias in New York via YouTube die arabische Revolution von 2011 - seine Familie lebt in Tunesien. Der Film zeigt das Leben in Parallelwelten, das sich Finden in der Fremde. Die Weltkugel auf dem Handy steht symbolisch für das Bild der interkulturellen Verknüpfung. Verbinden, Vernetzen, Verknüpfen. Und am Ende ist es die Liebe, welche die Welt zum Stillstand bringt/zwingt.

NightStill
Elke Groen, Ö 2007, 9 Min. (VIS 2008)

"Von brüchigen Sounds begleitet ziehen Wolken als eiliger Schwarm über Kuppen. Hinter Fenstern blinken Lichter wie Morsezeichen. Gondeln zischen wie Flugobjekte vorüber. Der Mond steigt, glüht, stürzt, verschwindet und geht doch immer wieder auf." (Isabella Reicher).

Miten marjoja poimitaan / How to Pick Berries
Elina Talvensaari, Finnland 2010, 19 Min. (VIS 2011)

Der extreme Norden des finnischen Lappland erlebt im Sommer stets eine regelrechte Invasion: Beerenpflücker fallen in die Gegend ein - und zwar aus Thailand. Die Saisonarbeiter werden eigens aus den Subtropen eingeflogen, was den Einheimischen im kalten Norden einigermaßen zu schaffen macht. Die Regisseurin Elina Talvensaari schuf eine spannende Parabel über Arbeitsmigration und Globalisierung - mit grandios irritierenden Bildern und einem verunsichernden Soundtrack.

Haysha Royko
Miranda July, USA 2003, 4min. (VIS 2007)

Drei Personen, die Raum und Zeit am Flughafen von Portland negieren.

Massentourismus
Sina Moser, Ö 2002, 2 Min. (VIS 2004)

Satire über die ökologische und ökonomische "Notwendigkeit" des Massentourismus.

Wo ich bin ist oben
Bettina Schoeller, D 2010, 18 Min. (VIS 2010)

Drei Frauen im Urlaub auf Gran Canaria: Großmutter, Tochter und Enkelin versprühen auf der Kanarischen Insel jede Menge touristischen Charmes. Aus dem persönlich gehaltenen Urlaubsvideo von Bettina Schöller entsteht sowohl ein amüsantes Generationenporträt als auch ein unvergleichliches Abbild ihrer Großmutter. Eine lebendige Doku mit Klasse.

Überraschungsfilm (Österreichpremiere)

Kritiken

Kinoprogramm

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