Wettbewerbsprogramm 12

 
Kurzfilm 
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Am rande dreimal, 10'
Dass Film nicht Theater ist und andersrum ist eine so einfache wie banale Feststellung. Aus der Frage nach dem warum aber rührt bereits eine tiefergehende Auseinandersetzung. Gemein ist beiden Medien das vielfach, auch medial, thematisierte Verhältnis von Schauspiel und Regie. Was aber, wenn nun beide Rollen von Puppen und Footage eingenommen werden, der Regisseur sich dahin zurückzieht, Regie über die gespielte Regie und das gespielte Schauspiel zu führen und zugleich ein Schauspiel über das Schauspiel zu inszenieren? Am Rande dreimal geht an dieses wirr anmutende Spiel mit der notwendigen Portion Humor heran. Empfohlen für Freund_innen des gepflegten Hirnschmalz'!

The Intergalactic Space Adventures of Cleo and Anouk, 14'
Anouk liegt im Krankenhaus, den Arm, das Bein und den Kopf in Verband gehüllt. Das Essen ist ekelhaft, und die Tage vergehen im Schneckentempo. Bis zu dem Zeitpunkt als endlich Captain Cleo an ihrer Bettkante steht und sie sich gemeinsam in das großartigste, intergalaktische Space-Abenteuer aller Zeiten stürzen. Professionell ausgestattet, mit den neuesten Gerätschaften zur Teleportation und einem Raumschiff in dem alles leuchtet und funkelt, heben sie ab in den Weltraum.

Mesilot, 21'
Sommer, Strand, Mutproben. Mit selbstgebauten Gokarts zieht es Pinto und Anton an die Küste. Der Weg dorthin ist ein sprichwörtlich steiniger: ein wütender Anrainer lässt nicht lange auf sich warten, zunächst lässt sich die Konfrontation aber abwenden. Eine Mädchenbekanntschaft stellt die Freundschaft des ungleichen Duos dann aber doch noch auf die Probe. Im pubertären Ringen und männlichen Gebären geraten die beiden aneinander, während eine Staubwolke am israelischen Horizont bereits von der Rückkehr des Grundbesitzers kündet.

Ein Augenblick in mir, 14'
Das Leben des Pantomime-Künstlers scheint trist. So sehr, dass er den Freitod in Erwägung zieht und sein Überleben einzig einem kleinen Jungen zu verdanken ist, der beobachtend am gegenüberliegenden Fenster steht. Manege frei! Noch einmal zeigt der Kleinkünstler seine Tricks und zaubert ein Lächeln ins Gesicht des Jungen. Doch immer dann, wenn im Film Bilder im Bild gezeigt, also Dinge gerahmt werden, besteht die Gefahr der Täuschung. Auf welcher Zeitebene befinden wir uns? Was sehen wir wirklich? Ein Film, der filmisch denkt und Stilmittel des Theaters zitiert.

Kritiken

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