Youki 15: Spezialprogramm "Standortbestimmung. Das Private ist noch immer politisch"

 
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Zwei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beides jedoch Arbeiten, die Themen von breiter gesellschaftlicher Relevanz aufgreifen: Arbeitslosigkeit und Kulturalismus, oder das was blauäugig und ideologisch als "interkulturelle Liebe" bezeichnet wird. Und es gibt formale Gemeinsamkeiten: Im Spezialprogramm "Standortbestimmung: Das Private ist noch immer politisch" räumen wir zwei Arbeiten Platz ein, die für ein individuelles Nachwuchsfilmschaffen ohne große Produktionsfirmen stehen. Beide Filmschaffenden stammen aus Oberösterreich, ihre Themen jedoch sind global, ihre Aussagen universell. Zwei Arbeiten, die sowohl in formaler als auch in inhaltlicher Hinsicht eine Standortbestimmung versuchen und darstellen.

Daddy' Pride

Nermin und Ivana sind in Österreich lebende Migrantenkinder. Der Stolz ihrer Väter steht ihrer Beziehung im Wege. Ihre Liebesbeziehung müssen sie heimlich ausleben. Mit ihrer jungen Liebe setzt sich das junge Paar über kulturalistische Ideologien hinweg und stößt doch an die Grenzen gesellschaftlicher Unarten. Der
hochsympathische Film verzichtet ebenso auf die
stereotypen Migrant_innen-Klisches wie auf ein
multikulturelles Feelgood-Kino. Daddy's Pride
erzählt eine universelle Liebesgeschichte. Großes
Kino aus Wels!

Es wird sicher passieren

Heuer feiert YOUKI seinen 15. Geburtstag. Man möge glauben, Stefan Wipplinger wäre ebenso lange mit dabei. Nicht ganz, aber man möge eben glauben. Einst gewann der Ex-Zivildiener des Medien Kultur Hauses sogar den Wettbewerb. Danach konzipierte er das YOUKI-FestivalTV und zuletzt brachte er den Festivalgästen Wels in all' seinen Facetten näher, um nebenbei auch noch über diesen oder jenen Film zu plauschen. Heuer freuen wir uns ganz besonders, Stefan Wipplinger wieder als Regisseur begrüßen zu dürfen - und zwar mit einer Uraufführung:
Es wird sicher passieren ist das beängstigende Porträt eines Arbeitssuchenden, der an sich und der Gesellschaft scheitert. Minutiös zeichnen besonders Maske und Ausstattung für verstörendes und bitteres Milieu-Kino verantwortlich. Finanzielle Ausweglosigkeit lassen Verzweiflung schließlich in Barbarei kippen. Stefan Wipplinger skizziert den Weg dorthin, ohne sich in unzulässigen Antwortsversuchen zu verlieren.

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