Youki 15: Vom Rauchen, Saufen und Schnüffeln

 
film.at poster

Die FM4 Filmreihe stellt der ironischen Stilisierung des rauchenden und saufenden westlichen Künstlertypus den dokumentarischen Entwurf Klebstoff schnüffelnder Jugendlicher in der Hauptstadt Kenias gegenüber. Die filmische Beschreibung des Rauschzustands liegt in beiden Fällen irgendwo zwischen dem Ringen nach Selbstvergessenheit und -darstellung. Die Realität hängt den Protagonist_innen nach und sie dem Drogenklischee hinterher.

Tough Bond

Für ihren international viel beachteten Dokumentarfilm Tough Bond (2013) sind die US-Regisseure Austin Peck und Anneliese Vandenberg Teenagern durch die Slums von Nairobi gefolgt. Die meisten scheinen mit einer Plastikflasche verwachsen, die sie, zwischen ihren Zähnen eingeklemmt, permanent zu tragen scheinen. Aus deren Öffnung lässt sich der darin befindliche Klebstoff direkt in die Nasenhöhlen zu inhalieren.

Rauchen und Saufen

Harte Bandagen hat der österreichische Filmemacher Albert Sackl gleich an sich selbst angelegt. Für seine Arbeit Rauchen und Saufen (1997) hat der Künstler über nur wenige Stunden ganze fünfzig Zigaretten konsumiert, 2 Liter Wein getrunken und alles wieder ausgekotzt. Der direkt in die Kamera provozierte Rausch, seine Folgen und die erfolglos angestellten Reflexionen darüber, verdichtet Sackl in einer Mischung aus Zeitraffer- und Echtzeitverfahren zur intensiven Entblößung und Entblödung. (Petra Erdmann)

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken