Youki 16 Programmblock 10

 2014
Kurzfilm 82 min.
film.at poster

Eine Reihe von Kurzfilmen, die von Kindern und Jugendlichen gemacht wurden...

1. Blue Blue Sky (Schweiz/ Zürcher Hochschule der Künste)

Vor den Sommerferien hat Maria aufgehört zu sprechen. Ihr Vater sagt auch nicht viel. Am liebsten entsorgt er das Altglas. Die meisten Leute sind in den Ferien, am Strand oder so. Maria jedoch verbringt die Zeit heimlich im Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Dort sinniert sie über den Tod und über ein Haus, das jetzt niemandem mehr gehört.

2. It Won't Be Long!... (Libanon/ Group of youth)

Aus dem Heimatort zu flüchten bedeutet nicht zu wissen, ob oder wann dieser Ort wieder zur Heimat werden kann. In It Wont Be Long!... erzählen vier Jugendliche von ihren Erfahrungen, die sie bei der Flucht aus Syrien in den Libanon machen mussten: Imad von den korrespondierenden Auseinandersetzungen mit seinen Eltern, Dulala und Marwa vom Traum der Rückkehr und Zilal von ihrer geliebten Großmutter und deren Wunsch in der Heimat begraben zu werden.

3. Das 8ter Haus (Deutschland/ Noel Kaya)

Dieser Film ist eine Warnung. Und diese Warnung sollte ernst genommen werden: Betrete niemals ein fremdes Haus, denn du weißt nicht, was dich darin erwartet oder ob du jemals wieder die Tür nach draußen findest. Wenn du das Wagnis dennoch eingehst, dann sag nicht, es hätte dich niemand gewarnt.

4. a small island (Österreich/ Christian Pausch)

"Be realist - ask for the impossible", steht auf einer Wand des Pussy Galore in Sarajevo geschrieben. Eine Aufforderung wie ein Leitfaden der einzigartigen Bar, einer Art Probierraum für diverse - queere - (Sub-)Kulturen und Identitäten. Entlang von Gesprächen und Graffities forciert a small island einen Diskurs über Selbstbestimmung und damit einhergehende Restriktionen; über die Notwendigkeit von Kommunikation und Sichtbarkeit/Sichtbarmachung. Ein Film, der stolz wie seine Protagonist_innen strahlt: "We're here, we're queer!"

5. sexy (Österreich/ Kurdwin Ayub)

Der skandalumwitterte Popstar Miley Cyrus als vermeintliches Role-Model für selbstbewusst zur Schau getragene Sexyness: Zu deren Video "We Can't Stop" performt eine junge Frau im weniger glamourösen Jugendzimmer - (textlich) unsicher, Kaugummi kauend. Die Affirmation der inszenierten Souveränität scheitert, muss scheitern. Einmal mehr agiert Kurdwin Ayub gnadenlos - gegenüber sich selbst wie auch der filmischen Form.

6. This is about senses and this is about happiness (Deutschland/ Rike Hoppe)

Ein Film über Sinne und Zufriedenheit. Der Mensch lernt dabei seine Möglichkeiten wahrzunehmen - und wie einfach es eigentlich ist zufrieden zu sein.

7. Tide of time (Dänemark/ Station Next Sydfyn)

Daniel liegt im Wachkoma. Er kann sich weder bewegen, noch sprechen. Seine Familie steht vor der vielleicht schwersten Entscheidung ihres Lebens. Ohne Daniel nach seinen Wünschen fragen zu können, müssen sie über seine Zukunft bestimmen. Formal und inhaltlich perfekt getaktetes Drama aus der dänischen Talenteschmiede von Station Next.

8. 13 Snails (Serbien/ SAF - School of Animated Film)

Der Kopf dreht sich. Die Katze rollt. Das Pferd schaukelt. Die Schnecken küssen sich. Die Bäume wachsen. Die Würmer hüpfen. Die Rakete startet. Bilder bewegen sich. Bilder, direkt auf den 35mm-Filmstreifen gekratzt. Aneinandergereiht werden sie zu Film. Die Fülle macht das Kino.

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