"Die Höhle der Löwen"-Finale: Mobiles Fensterbrett und Grilltisch
Es ist bereits das letzte Mal der 19. Staffel, dass Jungunternehmer die Investoren bei "Die Höhle der Löwen" (montags, 20:15 Uhr, VOX oder streambar auf RTL+) von ihren Innovationen überzeugen wollen. Als erstes versuchen Anil Kücük (27) und Marius Müller (26) ihr Glück. Sie haben ein zweischneidiges Messer erfunden: ein Besteckmesser mit zwei Schnittseiten - eine zum Schneiden, eine zum Streichen.
Auf den ersten Blick scheinen die Investoren begeistert. "Cool!", sagt Ralf Dümmel (59). "Das klappt wirklich viel besser", kommentiert auch Janna Ensthaler (42) beim Schneiden und Bestreichen ihres Brötchens. Doch schnell kommen die Tücken des zweischneidigen Messers zum Vorschein. "Wenn ich jetzt ein zweites Brötchen schneide, habe ich ja die ganze Butter schon am Messer", bemerkt Judith Williams (54). Investieren will sie nicht. Frank Thelen (50) bemängelt: "Ich finde es optisch nicht schön". Und so springen nach erster Euphorie alle Investoren nacheinander ab - die Erfinder ziehen mit langen Gesichtern von dannen.
Künstliche Intelligenz an Schulen
Als nächstes wollen die BWL-Studenten Matty Frommann (22), Lukas Portmann (22) und Tobias Schröder (22) mit künstlicher Intelligenz die Bildung an Schulen revolutionieren. Sie haben ein Programm für Lehrer entwickelt, das hilft, Unterricht zu planen oder Prüfungen zu kontrollieren. So sollen Lehrer mehr Zeit für die individuelle Förderung von Schülern haben.
Wie zu erwarten ist der größte Kritikpunkt, dass herkömmliche KI all das bereits kann. Tech-Profi Frank Thelen findet das Thema zwar super, befürchtet aber, dass Schulen kein Geld für individuelle KI-Programme ausgeben werden. Einer nach dem anderen springen die Investoren ab - bis zum Schluss noch Carsten Maschmeyer (66) übrig bleibt, der schon oft Schülerprojekte unterstützte. Er würde die gefragten 350.000 Euro zwar locker machen, sagt aber: "Macht mir einen besseren Vorschlag als 10 Prozent Firmenanteile." Als die Jungs nach kurzer Besprechung 14 Prozent offerieren, sagt er ab. "Unter 20 Prozent bin ich raus." Das ist den BWL-Studenten zu viel Risiko - sie verlassen die Höhle ebenfalls ohne Deal.
Sonnenschutz von innen und außen
Als nächstes treten Stella Hinderer (29) und Karla Emcke (28) zum Pitch auf die Bühne. Die beiden Frauen wollen mit ihrer umweltfreundlichen Sonnencreme für jeden Tag auf dem Sonnenschutzmarkt mitmischen. Dazu liefern sie ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Haut von innen stärken soll.
Beauty-Expertin Judith Williams ist sofort hellhörig und macht fleißig Notizen. "Ihr habt mit euren Produkten zwei absolute Trends aufgegriffen", kommentiert die Beauty-Unternehmerin. Carsten Maschmeyer hingegen hat eine persönliche emotionale Bindung zu Sonnenschutz - der Investor litt an Hautkrebs, wie er offenbart. Darum geht er spontan als erster auf das Angebot ein und bietet die gefragten 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Obwohl die Sonnencreme Judith Williams' Thema sein dürfte, sagt sie ab - sie findet nicht nur den Verkaufspreis von 35 Euro zu teuer. "Es ist nichts drin, was einzigartig ist." Das macht nichts - mit Carsten Maschmeyer haben die Unternehmerinnen ihren Investor gefunden.
Ordnung auf dem Fensterbrett
Benedikt Hartmann (25) und Lukas Benkhoff (23) haben ein mobiles Fensterbrett erfunden. Damit bewegt sich beim Öffnen des Fensters das Fensterbrett gleich mit - was ein lästiges Problem lösen soll: Vor dem Öffnen muss die Fensterbank nicht mehr abgeräumt werden. Pflanzen, Kerzen, Deko und Co. bewegen sich einfach mit. Die Innovation ging auf Social Media viral - das Duo machte 160.000 Euro Umsatz in sechs Monaten. Nun wollen die Jungunternehmer 170.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.
"Was es nicht alles gibt!", freut sich Carsten Maschmeyer und prescht schon wieder mit einem Angebot vor. Doch er will mehr Prozente. Die Gründer bieten ihm 15 Prozent. Darauf steigt auch Ralf Dümmel ein und macht das gleiche Angebot. "Ey, ich weiß genau, was ihr braucht, das ist doch keine Frage", versucht er die Unternehmer von sich zu überzeugen. Nach kurzer Besprechung hinter der Bühne lassen sie Maschmeyers Angebot links liegen und machen Dümmel ein gewagtes Gegenangebot: Nun wollen sie sogar 199.000 Euro. Dümmel überlegt aber nicht lange und schlägt ein.
Die Gäste selber grillen lassen
Der letzte Pitch zum Staffelfinale kommt aus dem Luxussegment - und bietet den Investoren gemütliches Beisammensein zum Abendessen. Nils Dethloff (45) entwickelte einen Design-Grilltisch der Luxusklasse, an dem jeder Gast direkt am Platz grillt. Im hochwertig verarbeiteten Holztisch mit passenden Gartenstühlen sind Gasgrill, Backofen und Kochfläche integriert. "Hier kommt ein Gemeinschaftsgefühl auf, das sonst bei einem Grillabend nicht entsteht", ist der Gründer überzeugt. Bevor die Löwen selbst zu grillen beginnen, serviert Dethloff ihnen den Deal: Er will eine halbe Million Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
Die Löwen sind vom Produkt allesamt hell begeistert. Ralf Dümmel: "Ich finde das nicht nur gut, ich finde das sensationell!" Denn er will als Grillmeister nicht im Abseits seiner Gäste stehen. Allerdings bemerkt er zur hochwertigen Verarbeitung: "Ich habe Angst vor dem Preis...". Der Grilltisch ist klar im Luxusbereich angesiedelt. Das Set mit dem 4er-Tisch gibt's für 12.000 Euro, den größeren für 19.000 Euro.
Nils Dethloff bekommt zwei Angebote - allerdings nicht die, die er sich erhoffte. Carsten Maschmeyer: "Ich möchte diesen Tisch kaufen." Genau dasselbe Angebot macht Janna Ensthaler - auch sie will einen Tisch haben. Alle Löwen sind begeistert vom Grilltisch - eine halbe Million im Hochpreissegment von Gartenmöbeln zu investieren, traut sich am Ende jedoch keiner.