House of the Dragon-Staffel 3: Wiedergutmachung für GoT-Finale?
Gleich zwei Serien aus dem fiktiven Kontinent Westeros erfreuen in diesem Kalenderjahr Fans von "Game of Thrones" und George R. R. Martin (77). Nach "A Knight of the Seven Kingdoms" zu Jahresbeginn steht jetzt die dritte (und vorletzte) Staffel von "House of the Dragon" in den Startlöchern.
Die neue Staffel geht gleich mit der Auftaktepisode richtig in die Vollen. Der Bürgerkrieg im Hause Targaryen zwischen den "Grünen" und den "Schwarzen" ist nun voll ausgebrochen.
Zu See, zu Land und in der Luft
Es ist kein Geheimnis, dass die dritte Staffel von "House of the Dragon" für Zuschauerinnen und Zuschauer endlich die mit Spannung erwartete Seeschlacht an der Gurgel bereithält, ein Ereignis, das Leserinnen und Lesern der Buchvorlage von Fantasy-Großmeister George R. R. Martin wohl vertraut ist.
In einer der größten Seeschlachten der Geschichte von Westeros stoßen Unterstützer von Königin Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy, 33) wie die "Seeschlange" Corlys Velaryon (Steve Toussaint, 61) auf Verbündete von Prinzregent Aemond (Ewan Mitchell, 29) und König Aegon II. Targaryen (Tom Glynn-Carney, 31).
Und die Schlacht an der Gurgel hält absolut, was sie verspricht. Ohne zu viel verraten zu wollen, kommen hier Drachen ebenso zum Einsatz wie die schon aus dem Finale von "Game of Thrones" bekannten, für die fliegenden Bestien so hochgefährlichen riesigen Armbrüste, mit denen diese möglicherweise sogar vom Himmel geholt werden können - oder aber zumindest getroffen und verletzt werden können.
Doch auch die Kämpfe zu Wasser kommen nicht zu kurz. Haarsträubende Manöver der beteiligten Schiffe sind ebenso zu bewundern wie verbissene Nahkämpfe auf sinkenden Schiffen und schwankendem Untergrund.
Zu viele Figuren in "House of the Dragon"?
Und auch neben der Schlacht an der Gurgel wird viel gekämpft in der Rückkehr von "House of the Dragon" und den ersten paar Episoden der neuen Staffel. Beinahe stellt sich beim Zuschauer das Gefühl ein, HBO und die "House of the Dragon"-Macher wollten noch ein wenig für die eher enttäuschenden Schlachten am Ende der Mutterserie "Game of Thrones" entschädigen.
Einziges Manko der dritten Season der HBO-Serie ist, dass angesichts der überhandnehmenden Kämpfe ruhige Charaktermomente gelegentlich zu kurz kommen. Da aber das Figurenarsenal, abgesehen von einigen Toden, auch zunimmt, bleibt hier und da nicht genug Zeit für ein bedeutsames Gespräch. Angesichts der überwältigenden Schlachtenpanoramen wiegt das jedoch nicht besonders schwer.