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"The Testaments": Wie gut ist "The Handmaid's Tale"-Sequel?

Alle Fans der erfolgreichen Dystopie "The Handmaid's Tale: Der Report der Magd" können sich freuen. Am 8. April startet auf Disney+ die packende Dramaserie "The Testaments: Die Zeuginnen". Sie spielt erneut in der düsteren Zukunft der Theokratie Gilead - und zeigt diesmal, wie eine ganz neue Generation junger Frauen indoktriniert und gefügig gemacht wird.

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Darum geht es in "The Testaments: Die Zeuginnen"

Teenagerin Agnes (Chase Infiniti, 25) ist die Tochter eines Commanders. Sie wartet sehnsüchtig darauf, zum ersten Mal ihre Periode zu bekommen und verheiratet zu werden. An einer von Tante Lydia (Ann Dowd, 70) geführten Schule für junge Mädchen soll sich die pflichtbewusste und fromme Agnes Neuankömmling Daisy (Lucy Halliday) annehmen, die von jenseits der Grenzen Gileads stammt und im Gegensatz zu Agnes eine andere Welt mit eigenen Augen gesehen hat.

Daisy, das wird Agnes schnell klar, ist anders als die anderen jungen Frauen, die sie aus Gilead kennt. Sie kann widerspenstig sein und befolgt nicht blind jede der zahlreichen Regeln, die für die Mädchen vorgegeben werden. Während Agnes viel Zeit mit ihr verbringt, vermittelt ihr Daisy allmählich ein Konzept, das ihr noch nicht vertraut ist - die Möglichkeit, frei zu wählen.

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Deswegen ist "The Testaments: Die Zeuginnen" sehenswert

"The Handmaid's Tale", 2017 in der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump (79) gestartet, schlug ein wie eine Bombe - und brachte die gesellschaftskritischen, feministischen Überlegungen und Szenarien von Vorlagenautorin Margaret Atwood (86) einer ganz neuen Generation von Zuschauerinnen und Zuschauern näher.

Erst im Jahr 2019 veröffentlichte Atwood selbst das ebenfalls im autoritären Staat Gilead spielende Nachfolgewerk "Die Zeuginnen". Hier wird die Geschichte aus "The Handmaid's Tale" konsequent weitergedacht. So kennen die jungen Frauen aus der neuen Show von Disney+ etwa gar keine Welt außerhalb Gileads mehr.

An ihrer Schule werden sie zu willigen Gebärmaschinen und guten, fügsamen Hausfrauen erzogen. Sie sind behütet und naiv und stören sich nicht weiter an der fürchterlichen Brutalität und den demonstrativen öffentlichen Bestrafungen und Exekutionen um sie herum, die sie täglich mitansehen.

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Exzellent gespielt

Dabei werden sowohl "The Handmaid's Tale"-Fans als auch Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger "The Testaments: Die Zeuginnen" genießen können. Muss man doch die Ereignisse der Vorgängerserie nicht kennen, um der Handlung der neuen Serie folgen zu können.

Doch für Zuschauerinnen und Zuschauer von "The Handmaid's Tale" gibt es auch ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern wie Ann Dowd, der Darstellerin von Tante Lydia, oder sogar Serienstar Elisabeth Moss (43), die hier auch produziert und schon am Ende der Auftaktepisode einen kurzen Gastauftritt hinlegt.

Getragen wird die oftmals schockierende und ergreifende neue Serie dabei von den famosen Hauptdarstellerinnen Halliday und Infiniti. Gerade letztere sorgte zuletzt mit ihrem großen Schauspieldurchbruch im mit sechs Oscars ausgezeichneten "One Battle After Another" für Furore - und überzeugt auch hier als junge Frau, die langsam zu sich selbst findet und ihre eigene Stimme entdeckt.