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Das sind die Preisträger-Filme der Viennale 2026

Die 64. Viennale ist am 3. November 2026 mit der Gala-Vorführung des Films THE LONELIEST MAN IN TOWN von Tizza Covi und Rainer Frimmel zu Ende gegangen. Wurde dieses Werk womöglich auch ausgezeichnet? Wir nennen euch hier die Preisträger:innen der im Rahmen des Festivals vergebenen Filmpreise.

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WIENER FILMPREIS

Der Wiener Filmpreis, eine von der Stadt Wien gestiftete und im Rahmen der Viennale vergebene Auszeichnung, gilt einem
aktuellen österreichischen Langfilm, der im vergangenen Jahr zur Aufführung gelangte. Die Dotierung dieses Preises besteht aus einem Geldbetrag, der vonseiten der Kulturabteilung der Stadt zur Verfügung gestellt wird, und einer monetären Unterstützung vom Hotel The Harmonie Vienna. Neben dem Preis für den besten österreichischen Film wird beim Wiener Filmpreis auch der Spezialpreis der Jury vergeben.

Jury: Astrid Peterle (Chefkuratorin des MuseumsQuartier Wien), Hilde Dalik (Schauspielerin für Film, Fernsehen und Theater), Daniel Ebner (Kurator und langjähriger Festivalleiter/Vienna Shorts)

Bester österreichischer Film
EVERYTIME, Sandra Wollner, Österreich, Deutschland 2026
Aus der Jurybegründung: „Der Wiener Filmpreis für den besten österreichischen Film geht an einen außergewöhnlichen Film, über den wir nicht aufhören konnten zu sprechen. Ein Film, in dem tragischer und magischer Realismus aufeinandertreffen, schwerelos und beklemmend zugleich, geprägt von herausragenden schauspielerischen Leistungen und von bemerkenswerten weiten Perspektiven und Blickwinkeln, die (auch hier) vom Alltag erzählen: vom vermeintlich Normalen, das mitten im Unvorstellbaren einfach weiter besteht.“

Spezialpreis der Jury
MILITANTROPOS, Alina Gorlova, Yelizaveta Smith, Simon Mozgovyi, Österreich, Ukraine, Frankreich 2025
Aus der Jurybegründung: „Der Spezialpreis der Jury geht an einen Film, der uns einfach nicht losgelassen hat und auf einzigartige Weise die Brutalität der Gegenwart festhält, dabei aber mit Konventionen bricht und sich Zeit für seine Protagonist:innen und deren Umgebung nimmt; dem der empathische Blick auf tägliche Begebenheiten wichtiger ist als mediale Sensationslust.“

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ERSTE BANK FILMPREIS

Bereits zum 16. Mal vergibt die Erste Bank im Rahmen der Viennale den Erste Bank Filmpreis. Ausgezeichnet werden österreichische Lang- und Kurzfilme, die im Festivalprogramm präsentiert werden. Mit dem Preis würdigt die Erste Bank besondere künstlerische Leistungen und unterstreicht ihr langfristiges Engagement für die nachhaltige Förderung des österreichischen Filmschaffens im internationalen Kontext. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury.

Jury: Silvia Bohrn, Christine Dollhofer, Sebastian Höglinger

Der ERSTE BANK FILMPREIS geht an
FOREVER...FOREVER, Johann Lurf, Österreich, Frankreich 2026
Aus der Jurybegründung: „Bilder, die die Zeit sind. Ein Blick auf einen Waldviertler Stausee über die Jahre. Genauer gesagt über 22 Monate, durchgehend festgehalten auf dem eigens entwickelten VistaRama65mm-Analogfilmformat, in das sich die wechselnden Lichtstimmungen der Jahreszeiten und eine ganze Welt im Kleinen einschreiben.“

VIENNALE-PREIS DER STANDARD-PUBLIKUMSJURY

DER STANDARD organisiert auch dieses Jahr wieder den Preis der Standard-Publikumsjury. Die Juror:innen wählen aus den Festivalbeiträgen einen Film aus, der noch keinen Verleih in Österreich hat. Findet der ausgezeichnete Film in der Folge einen Vertrieb, unterstützt DER STANDARD den Filmstart mit kostenlosem Anzeigenraum in der Zeitung.

Jury: Noah Löffler, Elif Naz Kayran, Hildegard Schmoller
Der VIENNALE-PREIS DER STANDARD-PUBLIKUMSJURY geht an
ÜBERGANG, Peter Badel, Chris Wright, Deutschland 2026
Aus der Jurybegründung: „Die Schönhauser Allee steht im Zentrum des von Thomas Heise, Peter Badel und Chris Wright geschaffenen Dokumentarfilms über den tiefgreifenden Wandel Berlins vom späten DDR-Sozialismus über die Wende bis in die Gegenwart.“

FIPRESCI PREIS (PREIS DER INTERNATIONALEN FILMKRITIK)

FIPRESCI, der Internationale Verband der Filmkritiker:innen, wurde 1930 gegründet. Der Verband hat sich der Pflege journalistischer Ethik verschrieben und vertritt die professionellen Interessen seiner Mitglieder. Die Mitglieder der FIPRESCI kommen aus aller Welt und finden sich in kleinen Jurys auf zahlreichen Filmfestivals ein, um den Preis des Internationalen Filmkritikerverbandes zu vergeben. Meist wählen sie dabei – wie bei der Viennale – aus einer Reihe von ersten und zweiten Features junger Filmemacher:innen.

Jury: Marietta Steinhart (Österreich), Giulio Zoppello (Italien), Călin Boto (Rumänien)

Der FIPRESCI-Preis geht an
BEN’IMANA, Marie-Clémentine Dusabejambo, Ruanda, Gabun, Frankreich, Norwegen, Elfenbeinküste 2026
Aus der Jurybegründung: „Vergebung ist ein großes Wort. In BEN’IMANA ist es zunächst eine öffentliche Geste – und eine höchst private Zumutung. Marie-Clémentine Dusabejambo erzählt von Ruanda im Jahr 2012, von einer Gesellschaft, die nach dem Genozid an den Tutsi Wege der Gerechtigkeit und Versöhnung sucht. Es ist nicht nur ein bemerkenswertes Debüt. Eine junge, noch immer im Aufbau begriffene Filmkultur gewinnt hier eine eigenständige Stimme.“