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Filmkritiken
29.04.2015

SEAN PENN ALS AUFGEPUMPTER ACTION-HELD

Was Liam Neeson gut kann, kann Sean Penn überhaupt nicht: Einen zweistündigen Action-Knaller drehen und dabei gute Figur machen. Nicht, dass Penn seinen Körper nicht beinhart im Fitness-Center gestählt hätte. Man mag sich gar nicht vorstellen müssen, wie lange er ins Eisen gebissen hat, bis ihm die Adern wie Kabel aus den Muskelpaketen quollen.

Allerdings sieht das nur bedingt gut aus. Zumal sich im Vergleich zu seinem auftrainierten Stahl-Körper das Sean-Penn-Gesicht ziemlich zerknautscht ausnimmt. Und gegerbt wie ein Stück Brot.

Misslungen ist aber nicht nur das Fitness-Programm. Auch der sogenannte Polit-Thriller, der im Kongo beginnt und scheinbar auch Kritik üben will an den Machenschaften der westlichen Industrienationen in Afrika: Penn spielt da einen Söldner namens Jim Terrier(!), der einen afrikanischen Politiker erschießt und dann untertauchen muss. Zurück lässt er seine mindestens zwanzig Jahre jüngere Geliebte, die seinem Ex-Kollegen Felix (einem gelackten Javier Bardem) als Trostpreis zufällt.

Viele Jahre später – Jim Terrier bereut längst seine Taten als Auftragskiller und arbeitet zur Buße als Entwicklungshelfer im Kongo – wird er von einem Killerkommando heimgesucht. Und ab da quer durch Europa gejagt.

Natürlich kommt es zu einer Konfrontation zwischen Jim und Felix (wegen der ausgespannten Freundin). Sean Penns Mundwinkel hängen – wenn irgendwie möglich – danach noch tiefer herunter als vorher. Es folgt ein beispielloses Blutbad zwischen London und Barcelona – gefilmt mit einer hysterisch aufgescheuchten Kamera und angetrieben von einem klopfend-faden Soundtrack.

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