Deutscher Filmpreis 2026: Das sind die Nominierungen
Bei den Oscars hatte es für die deutsche Einreichung "In die Sonne schauen" nicht zu einer Nominierung als internationaler Film gereicht. Dafür räumte der Film bei den Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2026 ab. Elf Mal ist das Werk über das Leben von vier Generationen von Frauen auf einem Hof in Sachsen-Anhalt im Rennen. Darunter ist neben der Hauptkategorie bester Spielfilm auch die beste Regie, bei der sich Mascha Schilinski Chancen ausrechnen kann. Dies gab die Deutsche Filmakademie am Dienstag (31. März) bekannt.
Die zweitmeisten Nominierungen holte "Gelbe Briefe" von Ilker Catak, der vor zwei Jahren mit "Das Lehrerzimmer" Oscar-nominiert war. Die deutsch-türkisch-französische Koproduktion ist für neun Lolas vorgeschlagen. Platz drei teilen sich mit sieben Nominierungen die Joachim-Meyerhoff-Adaption "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" und das Historiendrama "Das Verschwinden des Josef Mengele".
Diese sechs Filme sind als bester Spielfilm nominiert
Neben "In die Sonne schauen" gehen diese fünf Titel ins Rennen um die Lola als bester Film: Die Verfilmung von Caroline Wahls Bestseller "22 Bahnen", "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", Fatih Akins "Amrum" ,"Das Verschwinden des Josef Mengele" und "Gelbe Briefe".
Die drei Kandidaten in der Kategorie Regie rekrutieren sich wenig überraschend aus drei der am meisten nominierten Filme. Mascha Schilinski ("In die Sonne schauen") und Ilker Catak "Gelbe Briefe" messen sich mit Simon Verhoeven ("Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke").
Gleich fünf Nominierungen für beste Nebendarsteller
Bei den besten Nebendarstellern sind gleich fünf Schauspieler nominiert: Jannis Niewöhner ("22 Bahnen"), Michael Wittenborn ("Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke") und Leonard Kunz ("Der Tiger") treffen auf zwei Akteure aus "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße": Peter Kurth und Thorsten Merten.
Bei den Nebendarstellerinnen sind es wieder nur drei Kandidatinnen. Laura Tonke tritt für "22 Bahnen" gegen zwei Schauspielerinnen aus "In die Sonne schauen" an: Claudia Geisler-Bading und Lena Urzendowsky.
Die Verleihung des Deutschen Filmpreis 2026 findet am 29. Mai in Berlin statt. Sie wird am selben Tag zeitversetzt um 22:20 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Wie im Vorjahr moderiert Schauspieler Christian Friedel ("Zone of Interest", "The White Lotus") die Gala.
Zwei Gewinner stehen schon fest: Wim Wenders (80) bekommt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Als besucherstärkster Film des Jahres wird wenig überraschend der Hit "Das Kanu des Manitu" ausgezeichnet.