Oscars 2026: Wer ist heuer nominiert? Ein klarer Favorit
Von Franco Schedl
Die heurige Oscar-Saison beginnt mit einem Rekord: Der musikalische Vampirhorrorfilm "Blood & Sinners" von Regisseur Ryan Coogler geht mit ganzen 16 Nominierungen ins Rennen um die wichtigsten Filmpreise der Welt, die am 15. März 2026 zum 98. Mal verliehen werden. Damit deklassiert das Werk das bisherige Allzeit-Spitzentrio "All About Eve", "Titanic" und "La La Land", das auf je 14 Nominierungen kam. Cooglers Werk hat in praktisch allen zentralen Kategorien Siegeschancen.
Auf Platz 2 des heurigen Feldes liegt mit 13 Nominierungen "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson. Bereits mit gehörigem Abstand und je 9 Nennungen folgt ein Trio, bestehend aus Guillermo del Toros Literaturhorror "Frankenstein", Timothée Chalamets Darstellung eines Tischtennisspielers in "Marty Supreme" sowie das norwegische Familiendrama "Sentimental Value" von Joachim Trier.
Österreichs Hoffnungen zerschlagen
Die österreichischen Hoffnungen haben sich indes zerschlagen. Der heimische Dokumentarfilmer Richard Ladkani schaffte es mit seinem "Yanuni" nicht in die Endrunde. Selbstredend ein wenig enttäuscht, aber nicht zerstört zeigte sich Ladkani gegenüber der APA nach der Entscheidung. "Natürlich wäre es eine große Freude gewesen, nach der Shortlist diesmal noch einen Schritt weiterzugehen - das will ich gar nicht leugnen. Gleichzeitig ist das Erreichen der Shortlist bereits eine außergewöhnliche Anerkennung. Nach 'The Ivory Game' ist es nun das zweite Mal, dass wir es unter die engste Auswahl geschafft haben, und das erfüllt mich mit Stolz." Und der 52-jährige Filmemacher blickt bereits nach vorne: "Wir stehen bereits mit einem neuen Projekt über Dr. Jane Goodall in den Startlöchern - und vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal."
Auch der österreichisch-schweizerische Erfolgsregisseur Edward Berger, der es für "The Ballad of Wallis Island" zumindest in zwei Sparten in die Vorauswahl geschafft hatte, muss heuer bei der Glamourgala nicht für sich selbst mitfiebern. Und bei den Auslandsoscars war die österreichische Einreichung "Pfau - Bin ich echt?" von Bernhard Wenger bereits zuvor nicht auf die Shortlist gekommen.
Das sind die Oscar-Nominierungen in den Hauptkategorien
BESTER FILM
- "Bugonia"
- "F1"
- "Frankenstein"
- "Hamnet"
- "Marty Supreme"
- "One Battle After Another"
- "The Secret Agent"
- "Sentimental Value"
- "Blood & Sinners"
- "Train Dreams"
BESTE REGIE
- Paul Thomas Anderson für "One Battle After Another"
- Ryan Coogler für "Blood & Sinners"
- Josh Safdie für "Marty Supreme"
- Joachim Trier für "Sentimental Value"
- Chloé Zhao für "Hamnet"
BESTE DARSTELLERIN
- Jessie Buckley für "Hamnet"
- Rose Byrne für "If I Had Legs I'd Kick You"
- Kate Hudson für "Song Sung Blue"
- Renate Reinsve für "Sentimental Value"
- Emma Stone für "Bugonia"
BESTER DARSTELLER
- Timothée Chalamet für "Marty Supreme"
- Leonardo DiCaprio für "One Battle After Another"
- Ethan Hawke für "Blue Moon"
- Michael B. Jordan für "Blood & Sinners"
- Wagner Moura für "The Secret Agent"
BESTER NEBENDARSTELLER
- Benicio Del Toro für "One Battle After Another"
- Jacob Elordi für "Frankenstein"
- Delroy Lindo für "Sinners"
- Sean Penn für "One Battle After Another"
- Stellan Skarsgård für "Sentimental Value"
BESTE NEBENDARSTELLERIN
- Elle Fanning für "Sentimental Value"
- Inga Ibsdotter Lilleaas für "Sentimental Value"
- Amy Madigan für "Weapons"
- Wunmi Mosaku für "Blood & Sinners"
- Teyana Taylor für "One Battle After Another"
BESTER DOKUMENTARFILM
- "Cutting Through Rocks" von Mohammadreza Eyni und Sara Khaki
- "The Perfect Neighbor" von Geeta Gandbhir
- "The Alabama Solution" von Andrew Jarecki und Charlotte Kaufman
- "Come See Me in the Good Light" von Ryan White
- "Mr. Nobody Against Putin" von David Borenstein und Pavel Ilyich Talankin
BESTER AUSLANDSFILM
- "Ein einfacher Unfall" von Jafar Panahi für Frankreich
- "The Secret Agent" von Kleber Mendonça Filho für Brasilien
- "Sentimental Value" von Joachim Trier für Norwegen
- "Sirât" von Oliver Laxe für Spanien
- "The Voice of Hind Rajab" von Kaouther Ben Hania für Tunesien