20 Stunden mit Patti Smith

 A 1978
80 min.
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Ohne Maulkorb Spezial / 10.12.1978 Eine Produktion des ORF Der Titel verrät schon sehr viel: 20 Stunden mit Patti Smith erzählt von einem Tag und einer Nacht rund um ein Konzert und die anschließenden Plattenaufnahmen in einem Studio in Wien. Damit ist praktisch auch die Struktur dieses Dokumentarfilms skizziert, dessen besondere Qualität seine Schlichtheit ist. Zu Beginn steht die Ankunft am Flughafen Wien Schwechat, wo Rudolf Dolezal und Hannes Rossacher die 1946 in Chicago geborene Pionierin der New Yorker Punk-Bewegung begrüßen. Es ist das Jahr 1978, ein Zeitpunkt also, an dem Smith bereits durch ihr Debütalbum «Horses» oder ihr zweites Album «Radio Ethiopia» sowohl als beeindruckende Rockpoetin als auch als raue Alternativ-Rockerin Bekanntheit erlangt hatte. Und es ist auch das Jahr, in dem ihre wohl kommerziellste Platte «Easter» erscheint. Noch berichtet sie hier aber in einer beseelten Autofahrt von ihrer Liebe zu Wien, über das Geschlecht bzw. den Sex der Stadt und welche Inspirationen Wien bei ihrem letzten Besuch hinterlassen hat. Eine Station der Fahrt ist das ORF-Studio in der Argentinierstraße, zu Gast bei Wolfgang Kos in der legendären «Musicbox», eine weitere Station ein kleiner Musikladen, wo sie eine Klarinette besorgt, bis letztlich der Aufführungsort – das Wiener Konzerthaus – erreicht ist. Dort angekommen, erleben «die Kinder Wiens» Patti Smith in Höchstform, wo sie in den Kellerräumen danach, beinahe in Trance, eindringliche Lyrik in Begleitung von Klavier und Geige rezitiert. Muhammad Ali hatte an jenem 15. September 1978 auch eine harte Nacht: Er gewann in New Orleans mit 37 Jahren zum dritten Mal den Weltmeistertitel in Schwergewicht gegen Leon Spinks. Zu hören ist dies aus den ORF-Radio-Morgennachrichten, während die Kamera durch die leeren Kellergänge des Konzerthauses streift. (ds) Teil des Programms ORF 3: Programm 3

(Text: Viennale 2005)

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Norbert Arnsteiner, Klaus Hundsbichler

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