301

 F 2008
Kurzfilm 18 min.
film.at poster

Der erste von zwei neuen Kurzfilmen des eigenwilligen Franzosen Jean-Claude Rousseau führt einmal mehr in einen Warteraum: «301» ist die Nummer eines Hotelzimmers, in dem Rousseau auf etwas - oder auf jemanden - wartet. Eindringlich studiert die Kamera ein Bild an der Wand, nimmt mit dem Blick des Wartenden eine Frau auf einem gegenüberliegenden Balkon ins Visier oder bleibt am zurückgeworfenen Bettlaken hängen. 301 ist eine Weiterführung von Arbeiten wie Non rendu (2005) oder Faux depart (2006), in denen das Warten einer Figur - die immer von Rousseau selbst dargestellt wird - auf den Zuseher übertragen wird: Rousseaus Filme zeigen, wie öffentliche Orte zu privaten werden und im Zuge dieser Aneignung doch stets fremd bleiben. Dieser Film ist Teil des Programms Filme von Jean-Claude Rousseau.

(Text: Viennale 2008)

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Jean-Claude Rousseau
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