Alice im Wunderland (2008)

 D 2008
120 min.
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Vom real existierenden Theaterleben mitten hinein in die digitale Welt und von dort ins Zentrum unserer beweglichen und bewegbaren Sensorien - das gelingt zuweilen bewegend, von der Theaterbühne oder aus dem Opernhaus heraus: Alice in Wunderland von Unsuk Chin. Mit dieser Produktion als Auftragswerk zur Eröffnung der Münchner Opernfestspiele 2007 ist der Bayerischen Staatsoper ein Wurf gelungen, an den zu erinnern aus aktuellem Schwazer Anlass in der Tat Sinn macht - im Umfeld und angesichts der tirolerischen Präsenz von Unsuk Chin.

Die Oper in einem Akt und acht Bildern (Libretto David Henry Hwang und Unsuk Chin nach Lewis Carrolls fantastischem Kinderbuch "Alice in Wonderland") kommt wahrlich als "Triumph der Phantasie". Das Stück knüpft genremäßig bei Ravels Zauberoper L´enfant et les sortilèges an. Und unüberhörbar befinden wir uns im entwickelten Beginn des 21. Jahrhunderts, inmitten klangfeiner kammermusikalischer Diktion selbstbewusst verknüpfter Multistilistik.
Unsuk Chin: "Ich interessiere mich für die mühelose und unbewusste Art und Weise, wie Lewis Carroll seine tiefen philosophische Fragen stellt. Alice ist nicht allein eine Figur eines Traumes - es geht dabei auch um einen Kampf zwischen verschiedenen Arten, wie wir kommunizieren und wie wir die Wirklichkeit erleben."

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Achim Freyer

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