Auszug aus der Belle Époque

 
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Drei herausragende Beispiele für das erfinderische und inszenatorisch ausgefeilte Kino der 1910er Jahre.

Afgrunden (Der Abgrund) (1910)
Regie: Urban Gad; Darsteller: Asta Nielsen, Poul Reumert, Emilie Sannom, Oscar Stribolt.
s/w, ca. 37 min, dän. ZTmdÜ

Neurestaurierung: Det Danske Filminstitut

Aus eines Mannes Mädchenzeit (1912)
Produktion: Messter Film GmbH; Darsteller: Mit Wilhelm Bendow, Manny Ziener, Olga Engl.
Farbkopie, ca. 21 min, niederländ. ZTmdÜ

Restaurierung: Nederlands Filmmuseum

Der Mandarin (1918)
Regie: Fritz Freisler; Drehbuch: Paul Frank, Fritz Freisler; Darsteller: Harry Walden, Karl Götz.
Farbkopie, ca. 61 min, ital. ZTmdÜ

Restaurierung: Österreichisches Filmmuseum & George Eastman House

Drei herausragende Beispiele für das erfinderische und inszenatorisch ausgefeilte Kino der 1910er Jahre - und drei mustergültige Belege dafür, wie in dieser Zeit (auch dank des Kinos) die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern eine neue Dynamik gewannen. Die steile Karriere der Asta Nielsen begann 1910 mit dem Film Afgrunden und einer außerordentlichen Gaucho-Tanz-Sequenz, deren sexuelle Energie das Kinopublikum erröten ließ. Aus eines Mannes Mädchenzeit gilt vielen Historikern des gender trouble als Sensationsfund: ¿Wie hier homosexueller und bisexueller Diskurs ins Kino der Kaiserzeit gerät, ist mehr als bemerkenswert.¿ (Thomas Brandlmeier). Der Mandarin schließlich erzählt die Tragödie eines Libertins, der sich mit Hilfe einer Talismanfigur die Hörigkeit der Damen erschleicht. Ein prä-caligaristisches Wiener Psychodrama mit Special Effects, das im Wahnsinn endet: Steinhof, Ende 1918; der Weltkrieg ist vorbei und setzt sich fort im Düsterfilm.

(Text: filmmuseum)

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