Filmkritiken
27.01.2015

BLUTIGER RACHEFELDZUG FÜR EINEN WELPEN

Zuerst war er Keanu Reeves’ Stunt-Double in "Matrix", jetzt ist er sein Co-Regisseur: Chad Stahelksi, gelernter Kickboxer, legte sein gesamtes Kampfwissen auf den Tisch und choreografierte einen sorgfältig stilisierten, coolen Noir-Rache-Thriller rund um Keanu Reeves. Als Ex-Auftragskiller John Wick lässt Reeves im eleganten Maßanzug und Krawatte bevorzugt die Waffe sprechen. Mit versteinertem Gesicht jagt er den Sohn eines russischen Mafia-Bosses quer durch das nachtschwarze New York, weil dieser seinen ... äh ... kleinen Hund erschossen hat. Das mag als Anlass für ein gigantisches Blutbad etwas dürftig erscheinen, aber ein gefinkeltes Drehbuch ist nicht die Stärke von "John Wick". Die liegt in furioser Action und charismatischen Schauplätzen.

John Wick (Keanu Reeves) ist ein Ex-Auftragskiller, der nach New York aufbricht und dort einen Rachefeldzug gegen die russische Mafia startet. Sein ehemaliger bester Freund (Willem Dafoe) wird auf Wick angesetzt, um ihn zu töten.