News
16.03.2017

"Charité": Mediziner im 19. Jahrhundert

In der ARD Miniserie über die Berliner Universitätsklinik Charité, eines der wichtigsten Kliniken der Welt, treffen historische Persönlichkeiten auf fiktionale Figuren.

1888 kommt das Kindermädchen Ida Lenze (Alicia von Rittberg) für eine Blinddarmoperation in die damals weltweit wichtigste medizinische Institution: Charité. Lenze kommt aus armen Verhältnissen und fängt an, in der Klinik zu arbeiten, um ihre Behandlungskosten zu decken.

Zwischen gesellschaftlichen Zwängen und Selbstbestimmung

In einer Zeit, in der Frauen kein Recht auf Bildung haben, beginnt sich Ida immer mehr für Medizin zu interessieren und trifft im Krankenhaus auf die wichtigsten Mediziner ihrer Zeit u.a. den Entdecker der Tuberkulose, Robert Koch (Justus von Dohnány), Nobelpreisträger Paul Ehrlich (Christoph Bach) und Emil von Behring (Matthias Koeberlin). Sie geht als Rebellin ihren Weg und versucht in einer Zeit des Umbruchs ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Neben ihrem Weg für die Gleichberechtigung begleitet man Robert Koch und Co. bei ihren medizinischen Entdeckungen.

Große Erwartungen

Die von UFA im Auftrag des ARD produzierte Serie wurde aufgrund der Renovierung der Berliner Charité im Prager Barockpalais Invalidovna gedreht. Mit sieben Millionen Euro für sechs Folgen befindet sich „Charité“ vom Budgetvolumen her im oberen Segment der deutschsprachigen Serien. Man darf sich also hoffentlich auf ein authentisches Szenenbild und gelungene Kostüme freuen. Das Drehbuch stammt von Grimme Preisträgerin Dorothee Schön (Weissensee) und Medizinjournalistin Dr. Sabine Thor-Wiedemann, die eine umfangreiche Recherche als Basis fürs Schreiben hatten.

Die erste Staffel mit sechs Folgen wird ab 21. März 2017 im ARD ausgestrahlt.