CinemaSessions: Daphnis und Chloe & Nocturno

 
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DAPHNIS UND CHLOE Griechenland 1931
OT: DAPHNIS KAI CHLOE
REGIE Laskos Orestis , KAMERA Dimitris Meravidis, 35 mm, s/w 64 Minuten

NOCTURNO Kroatien 1935
REGIE Oktavijan Miletiç BUCH, KAMERA Oktavijan, 35 mm (Blow-up von 9,5 mm), s/w 11 Minuten

Restaurierte Kopien aus dem Greek Film Archive (Athen) sowie dem Croatian Film Archive (Zagreb)

»Naives Kino« von Filmamateuren aus den 1930er-Jahren. Zwei Raritäten aus Ländern abseits der Zentren der Kinematografie, gedreht von einem Filmenthusiasten und einem jungen Dichter. Fiktionale Filme aus Amateurhand, die ihren Weg in die Kinos der Welt fanden.

Die Entwicklung von Schmalfilmformaten in den frühen 1920er-Jahren ermöglichte das langsame Aufkommen von Amateurfilmern. Das Drehen von fiktionalen Filmen stellte jedoch - wie übrigens auch heute - die Ausnahme für Amateure dar. Bei DAPHNIS UND CHLOE sowie NOCTURNO handelt es sich somit um Glanzpunkte der Filmgeschichte. Beide Filme finden, gerade durch ihre naive und enthusiastische Herangehensweise, einen wundervollen Zugang zu ihren Themen. Der Dichter Laskos Orestis versucht sich in seinem ersten Film am antiken Liebes- und Hirtenroman und trifft gerade durch seine beschränkten Mittel und seine naiv-natürliche Herangehensweise auf kongeniale Weise den Ton der literarischen Vorlage von Longos. Der Film-Autodidakt - heute Pionier der kroatischen Kinematografie - Oktavijan Miletiæ variiert in NOCTURNO Genre- und Stilelemente von Kriminal-, Horror- und Avantgardefilmen und schuf damit ein frühes Beispiel des selbstreferentiellen Kinos. Ein Werk, wie es meist nur unersättliche Cineasten zustandebringen.
Karl Wratschko

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