Close-Up Long Shot

 F 1996
film.at poster

In Close-Up Long Shot wird die Lebensgeschichte von Hossein Sabzian thematisiert, jenem Mann, der sich einmal als Mohsen Makhmalbaf ausgegeben hatte und dies für Abbas Kiarostamis Film Close Up nachgespielt hat. Sabzian vermittelt uns seine Passion für den Film und seine Vorstellung von der Siebten Kunst. Er beschreibt, wie sich sein Leben nach den Dreharbeiten zu Close Up verändert hat. Er redet über seinen sozialen Status, seine Wünsche und Ängste wie eine Art Spiegel, in dem sich normale Menschen und Kinogänger wiedererkennen können. Close-Up Long Shot besteht aus einer Reihe von Gesprächen und Interviews mit Menschen, die Sabzian kennen. Die Struktur des Films ist vergleichbar mit einer Pyramide sich steigernder Gefühle, sich überlagernder Stimmen. Mein Vater nahm meine Hand und legte sie in die des Kinos. Mein Vater ließ später meine Hand los, das Kino jedoch nie mehr. Also ergriff ich die Hand, schüttelte sie und sagte zum ersten Mal Salaam Cinema. Eines Tages gab mir meine Mutter etwas Geld, um Benzin zu kaufen. Ich versteckte den Kanister im Badezimmer und rannte ins Kino, um mir The Gates of Hell anzusehen. Während der ersten Vorstellung war ich komplett vom Film absorbiert, danach spielte sich in meinem Kopf jedoch ein anderer Film ab, in dem mein Vater mich ganz furchtbar verprügelte. Der Terror dieser Vorstellung erfüllte mich derart, daß ich an meinen Sitz geschmiedet sitzen blieb. Ich blieb bis nach der letzten Vorführung. Als die Zuschauer das Kino verließen, versteckte ich mich auf der Toilette. Wieder zurück im Saal, schlief ich in einem Kinosessel ein. (Hossein Sabzian)Close-Up Long Shot is a close-up of the character called Hossein Sabzian in Kiarostami's Close Up. In that film he was reliving his own life as an imposter passing himself off as the film director Makhmalbaf. An incurable movie fan, convinced that screen reality is true reality, Sabzian tells us how his imposture was sincere, how it won him short-lived fame, a great deal of trouble, and much sympathy. All the while, he proclaims his faith in cinema with the lucidity and sensitivity of a great critic. (Alberto Farassino)

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Mahmoud Chokrollahi, Moslem Mansouri

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