Delta

 H/D 2008
92 min.
6.60
Delta

"Delta" ist Naturfilm und Liebesgeschichte zugleich.

Delta ist Naturfilm und Liebesgeschichte zugleich. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der, als er nach langer Zeit in sein Dorf zurückkehrt, von den Einwohnern angefeindet wird. Er kommt aus einer für sie fremden Welt, einer Welt des Geldes und der Karriere, und selbst seine Mutter und sein Stiefvater lehnen ihren Sohn, gleichsam fasziniert und eifersüchtig, ab. Die Einzige, die den Neuankömmling annimmt und versteht, ist seine jüngere Schwester, von der er nicht einmal wusste. Sie verlieben sich ohne Worte und schließlich verlässt sie ihr Elternhaus, um mit ihm mitten im Fluss in einem Haus auf Stelzen zu leben.

Details

Sándor Gáspár, Félix Lajkó, Lili Monori, Orsi Tòth
Kornel Mundruczó
Félix Lajkó
Mátyás Erdély
Yvette Biro, Kornél Mundruczó

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Stummes Grauen
    Es ist der guten Kameraarbeit zu danken, dass dieser kleine, leise Film hauptsächlich von starken Bildern, langen Einstellungen ohne Worte und der Atmosphäre lebt. Die Dörfler des Donaudeltas, die nur stumm beobachten, sind der Rahmen und allmählich bilden sie eine Einheit mit der Flusslandschaft. Wenn hier Bruder und Schwester wie Mann und Frau leben stehen die Zeichen auf Sturm. Die eigentlichen Gräueltaten sehen wir nur von Ferne oder ungenau im Dunkel. Stöhnen und Schreie verdeutlichen die animalische Stufe. Aber das reicht vollkommen. Der Zuschauer weiß von Vergewaltigung und Mord, kann sich aber nicht voyeuristisch daran weiden.
    Neben den herben Szenen gibt es aber auch wenige, ganz enge, ganz warmherzige, die das Stimmungsbild ebenso abrunden wie die männerchorähnlichen Gesänge.
    Der erste Blickkontakt der getrennt aufgewachsenen Geschwister (Felix Lajko und Orsi Toth) findet beim Schwein-Schlachten statt, verstohlen, partiell und recht kurz. Das Letzte, was wir von ihnen sehen sind Symbole von ihnen: seine orangene Weste treibt ins Meer und ihr Lieblingstier die Schildkröte geht ins Wasser…
    Weil eher arthousemäßig unterwegs, finden sich wohl die meisten Fans für diesen Film auf Festivals.