Der Dorflehrer

 CZ/D/F 2008

Venkovský Ucitel

113 min.
film.at poster

Petr, ein hoch qualifizierter 30-jähriger Lehrer zieht aufs Land. Er hat ein angesehenes Prager Gymnasium verlassen, um künftig in einem abgelegenen kleinen Kaff zu unterrichten. "Der Dorflehrer" erzählt von Menschen, die sich nach Liebe sehnen, gleichzeitig aber vor ihren Gefühlen fürchten: verletzliche, melancholische Charaktere, die eine Geschichte voller Leidenschaften erleben

Details

Pavel Liska, Zuzana Bydzovská, Ladislav Sedivý, Marek Daniel, Tereza Vorísková
Bohdan Sláma

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Der schwule Lehrer
    Man muss sich viel Zeit für den Film nehmen, denn es gibt bei den ereignisarmen, langen Kameraeinstellungen viele wortlose Pausen, in denen man versuchen kann, den Gedanken der Akteure nachzuspüren. Und man muss sich für das Thema interessieren: ein Homo outet sich.
    Die Problematik dabei ist, dass er sein Umfeld in zwei Kategorien einteilen kann: die, die wissen, dass er schwul ist und die, die es nicht wissen. In der ersten Kategorie gibt es wiederum zwei Unterabteilungen: die, die Verständnis für seine Veranlagung zeigen und die, die es nicht tun.
    Trotz der löcherigen Erzählweise ist alles etwas langatmig. Der Zuschauer kann sich nur mit den latent einfließenden Problemen befassen: Obwohl der Dorfschullehrer (Slamas Lieblingsschauspieler Pavel Liska) allen Leuten hilft und nur Gutes tut, ist er nicht glücklich. Er sucht Zuflucht im Gebet, versucht für seine unsittlichen Berührungen von den Betroffenen Vergebung zu erhalten und auch ein Suizid misslingt. Erst als es dazu kommt, dass „die Träne rinnt, die Erde hat ihn wieder“ werden wir entlassen…
    Immerhin gibt es die üblichen Einblicke in das Dorfleben inklusive zweier Geburtshilfen bei einer kalbenden Kuh. Also doch noch etwas für Agrarökonomen.