Der Himbeerpflücker

A, BRD, 1965

Kriegsfilm / Antikriegsfilm

Der Konflikt der Story geht von einer Verwechslung aus: Es wird bekannt, dass sich der "Himbeerpflücker" - ein ehemaliger SS-Scharführer, der so genannt wird, weil er die Häftlinge im Steinbruch Himbeeren sammeln ließ und dabei erschoss - in der Umgebung befindet und gesucht wird. Da bricht plötzlich der Boden ein, schöner Schein politischer Korrektheit, unter dem sich nichts anderes als die eigenen (kollektiven) Verbrechen und die Anbiederung an die ehemaligen Machthaber verbergen. Denn die Bewohner von Bad Brauning haben sich alle schuldig gemacht, der Arzt, der "seinerzeit im Altersheim einige lebensunwerte Leben abgekürzt hat", der Jurist durch Arisierungsmaßnahmen, Steisshäuptl mittels zweier Kisten Zahngold. Gemeinsame Schuld und das Schweigen darüber verbindet die Gemeinschaft.

Exakt zu diesem Zeitpunkt trifft ein dubioser Gast in Steisshäuptls Wirtschaft ein (die ganz dem Selbstverständnis entsprechend "Das weiße Lamm" heißt), ein eleganter Herr, der von den Bad Brauningern für den Himbeerpflücker gehalten wird. Als sie den "Kameraden" als Ehrengast feiern wollen und sich dieser als einfacher Dieb zu erkennen gibt, offenbart sich die wahre Grausamkeit und Feigheit der handelnden Personen: "Menschen gibt's ... Erschüttert Man blickt in einen Abgrund".




Länge: 112 Minuten

  • Regie:Erich Neuberg

  • Autor:Fritz Hochwälder nach seinem gleichnamigen Theaterstück

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