Det gyldne Smil

DK, 1935

Min.81

Fejos letzter Spielfilm, bevor er in die Welt der Expeditionen und anthropologischen Forschungen aufbricht. Eine Bestandsaufnahme über die Möglichkeiten der Kunst in einer Welt, die dem Erfolg mehr zugetan ist als der Wahrhaftigkeit. Gleichzeitig ein Plädoyer für den schwierigen Weg zur größten aller Künste, der Lebenskunst. Ein Film, der wie ein persönlicher Kommentar und Abschied anmutet. Det gyldne Smil führt, The Last Performance verwandt, in die Enklave der Theaterwelt. Alle Fragen, die das Leben betreffen, müssen einmal den Raum der Bühne und der Darstellung durchlaufen haben. In Zentrum steht die Schauspielerin Elsa Bruun. Heute ist sie eine gefeierte Operettendarstellerin, deren goldenes Lächeln magnetisch auf das Publikum wirkt. Routiniert handhabt sie ihren Alltag, in den langsam Splitter ihres früheren Lebens einsickern. Ein junger Poet taucht in ihrer Villa auf, um ihr sein neu verfasstes Drama anzuvertrauen. Das Hausmädchen wiegelt ab. In der Portierloge des Theaters philosophieren der Pförtner und der Brandschutzmeister lange über Elsa, die einst in Ibsens «Brand» die Frau auf unnachahmliche Weise gespielt hatte und nun ihr Talent missbraucht. Der alte Brandschutzmeister ist ein Bote aus der Welt der Kunst. Er spricht in die Kamera, gibt das Gewissen des Films und ist Elsa seit vielen Theaterjahren ein Vertrauter.

(Text: Viennale 2004)

  • Regie:Paul Fejos

  • Kamera:Louis Larsen

  • Autor:Paul Fejos, nach Kai Munk

  • Musik:Ferenc Farkas

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