DIE ERFINDUNG DES COMPUTERS IM ABWEHRKAMPF GEGEN DIE NAZIS

Ein historischer Stoff, aus dem die Oscars sind. Gleich acht Nominierungen heimste das englischsprachige Debüt des norwegischen Regisseurs Morten Tyldum ein – und an der Brillanz des Filmes kann es nicht liegen. "The Imitation Game" ist brav-biederes Historienkino mit relativ simpel gestrickten Spannungsverläufen. Draußen tobt der Krieg in Form von Wochenschaubildern, drinnen brütet eine Gruppe Wissenschafter im Kampf gegen die Zeit.

Immerhin brilliert Verwandlungskünstler Benedict Cumberbatch – oft in bester "Sherlock"-Manier – als Mathe-Genie Turing, ein genialer, sozial unverträglicher Geselle. Seine schroffe Art wird nicht zuletzt mit seiner unterdrückten, damals noch strafbaren, Homosexualität erklärt, die der Film ansonsten dezent im Hintergrund hält. Alexandre Desplats – ebenfalls Oscar-nominierte – Musik perlt allzu aufdringlich vor sich hin, um Turings innere Unruhe zu illustrieren. Trotzdem entwickelt Cumberbatchs intensives Spiel große Sogkraft und zieht einen mitten hinein in seinen atemlosen Kampf mit dem Verlauf der Geschichte.

The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben

The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben

USA/GB 2014
Drama, Thriller, Biografie
23.01.2015
Morten Tyldum
England, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs: ein genialer Mathematiker soll den als unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der deutschen Wehrmacht knacken. Genau die richtige Aufgabe für "Sherlock" Cumberbatch...
8.10

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