Bodenständig und musikalisch

© Constantin Film

Filmkritiken
11/11/2015

Salzkammergut-Werbung im Nostalgie-Nebel

Mit Zöpfen, Dirndl und Lederhose singt sich die berühmte Salzburger Trapp-Familie durch eine seichte Film-Adaption der Lebensgeschichte von Agathe von Trapp. Seelenvoll erinnert sich die älteste Trapp-Tochter – mittlerweile eine alte Dame in Amerika – im Gespräch mit der Großnichte an ihre Jugend in Österreich bis zum Einmarsch von Hitler. In gefühligen Rückblenden, die sich dank ihres Nostalgie-Nebels auch bestens als Salzkammergut-Werbung eignen, durchlebt Agathe noch einmal ihre Kindheit, das Auftauchen der ungeliebten Stiefmutter und die Bedrohung durch die Nazis. Selbst Cornelius Obonya als Chauffeur der Trapps und Nazi der ersten Stunde kann der verkitschten Geschichtsversion – ein "Ave Maria" gegen "Heil Hitler" – wenig entgegensetzen.