Die Generallinie (Das Alte und das Neue, Der Kampf um die Erde)

 UdSSR 1929

Generalnaja Linija (Staroje I Novoje)

131 min.
7.30
film.at poster

Propagandafilm über die Schwierigkeiten und Erfolge bei der Kollektivierung der Landwirtschaft in der jungen UdSSR

Anhand der Geschichte einer jungen Bäuerin, die durch ihren vorbildlichen Einsatz die Mitbewohner ihres Dorfes von der Richtigkeit der Kollektivwirtschaft überzeugt und ihnen das in der Zeit der Knechtschaft verlorengegangene Vertrauen in die eigene Kraft zurückgibt, versucht Eisenstein die Schwierigkeiten und Erfolge der Agrarrevolution
darzustellen. Ein Pathos des sozialistischen Aufbaus soll in diesem Film geschaffen werden. Als Zeichen des Fortschritts fungieren Milchzentrifuge und Traktor, die nun ihren Einzug in die bis dato rückständige dörfliche
Welt halten.

In seinen früheren Filmen hatte Eisenstein auf die Darstellung von Individualität und Sujet weitgehend verzichtet. Um nun aber den Zuschauern das schwierige Thema der Kollektivierung näherzubringen, entfernt er sich etwas von seiner bisherigen Vorgehensweise. Zwar arbeitet er nach wie vor mit Laiendarstellern, stellt aber einzelne Personen stärker in den Vordergrund. Der kühnen Montage bleibt er jedoch in jedem Fall treu.

In unserer Zeit mag ein Propagandafilm zur Kollektivierung der Landwirtschaft in der UdSSR uninteressant erscheinen. Aber er bietet eine Möglichkeit, die Sowjetunion einmal unter einem anderen Blickwinkel zu sehen als dem, eine letztendlich erfolglose Despotie gewesen zu sein. Sie war in frühen Jahren auch ein großes humanes Experiment, das viele Künstler und Intellektuelle begeistert und in ihrem Schaffen angeregt hat.

Details

MarfaLapkina, M. Iwanin, K. Wassiljew, Tschumarew
Sergej M. Eisenstein
Edouard Tissè, Wladimir Popow
Sergej M. Eisenstein

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Leider sehr langweilig
    Oh weh - der Film ist total langweilig. Ich hatte mich auf einen spannenden Abend gefreut. Aber viele der "Szenen" auf der Hülle kommen im Film gar nicht vor. Und das schlimmse: der ist auch noch schwarzweiß. Die Liebsegeschichte mit Marfa ist ein wenig unglaubwürdig, aber die Szenen in der Molkerei sind sehr gelungen. Schade, dass man keine Euter sieht.