Die Liebenden von Cayenne

 F 2004
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1922: Der französische Journalist Albert Londres reist ins südamerikanische Guayana, um einen Bericht über die Zustände in der Strafkolonie des französischen Überseegebiets zu schreiben. Dabei stößt er auf erbitterten Widerstand...

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Thierry Binisti

Kritiken

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  • Der hinausgezögerte Tod
    Den Machern des Films ging es offensichtlich um zwei Dinge: die Darstellung des äußerst fragwürdigen französischen Strafvollzuges am Anfang des 20. Jahrhunderts und die der Pressefreiheit als vierte Gewalt im Staat. Beide Komponenten werden eng miteinander verknüpft. Natürlich ist es ein Appell an die Menschlichkeit und eine Anklage an Demütigung und Entwürdigung von Gefangenen auf einer der ’Teufelsinseln’, wo eine Verbannung einem hinausgezögerten Todesurteil gleichkommt. Alles ist stimmungsvoll fotografiert und so werden Schikanen und Menschenjagd in ihrer Brutalität etwas abgemildert, weil sie schön anzuschauen sind. Bedenkt man den Titel so fragt man sich, wer von den drei zentralen Figuren denn nun die Liebenden sind? Und man ist überrascht von der anders als sonst üblichen Wendung am Schluss. Ein aufrichtiges Anliegen ist zu spüren trotz der glatten Verpackung. Kann man sich anschauen, muss man aber nicht.