Drehstart zur österreichischen Culture-Clash Komödie: "Nicht auch das noch"

Felipe Kolm

Eine liberale, weltoffene Patchwork-Familie wird mit einem Ereignis konfrontiert, das sie normalerweise nur theoretisch diskutiert - die Islamisierung steht auf einmal mitten in ihrem Wohnzimmer, in Gestalt der pubertierenden Tochter Nina ( Chantal Zitzenbacher), die beschlossen hat, Muslima zu werden, halal zu leben und ein Kopftuch zu tragen.

Für Ninas Mutter Wanda ( Caroline Peters) steht die Welt plötzlich Kopf und alles dreht sich um die eine Frage: Wie bringt man das Kind wieder zur Vernunft? Zu allem Überfluss wird ihr Ex-Mann (Simon Schwarz) noch einmal Vater und Wanda wünscht sich die Zeit zurück, als ihre einzigen Probleme das Schulschwänzen und Kiffen der Tochter waren. Überraschenderweise findet sie eine Mitstreiterin in Hanife (Alev Irmak), der Mutter von Ninas Freundin Maryam (Duygu Arslan), die mit ihren Eltern vor 35 Jahren nach Österreich gekommen ist, um ihre Tochter vor genau diesem altmodischen Frauenbild, bei dem Frauen ihre Haare bedecken müssen, zu retten.

Nie hätte Wanda damit gerechnet, dass sie so nahe, so persönlich mit diesem für sie fremden Thema konfrontiert werden würde. Sie ist damit völlig überfordert und bemüht sich, möglichst schnell möglichst viele Informationen über den Islam und das Kopftuch-Tragen zu sammeln, sich einerseits auf die Entscheidung ihrer Tochter einzustellen, um andererseits dagegen ankämpfen zu können.

Spielfilmdebüt

Unter Blinden

„NICHT AUCH DAS NOCH“ ist der erste Spielfilm, bei dem Eva Spreitzhofer am Regiestuhl Platz nimmt. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin drehte sie 2015 die Doku „Unter Blinden: Das extreme Leben des Andy Holzer“, bei der sie den blinden Extremsportler Andy Holzer in seinem Alltag begleitete.

Die Dreharbeiten finden im Februar und März in Wien statt. „NICHT AUCH DAS NOCH“ wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 in die österreichischen Kinos kommen.

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