Filmkritiken
28.10.2014

Ein Hin und Her der Liebe

Der Film handelt von der intensiven Mann-Frau Freundschaft zwischen Alex und Rosie, die - – wie könnte es anders sein -– auf tiefgründigen, romantischen Gefühlen beruht, was sich zunächst keiner der beiden Protagonisten eingestehen möchte. Die Geschichte beginnt an Rosies 18. Geburtstag, wo es im Alkoholdelirium fast zum allerersten Kuss zwischen den besten Freunden kommt. Doch eben nur fast, denn die volltrunkene Rosie fällt in höchst ungraziösem Stil vom Barhocker. Am nächsten Morgen geniert man sich und wagt es nicht, den vorigen Abend Revue passieren zu lassen, weswegen auch die Erinnerung an den Beinahe-Kuss auf der Strecke bleibt. Diese verpatzte Gelegenheit führt dazu, dass sich die Freunde zunächst mit anderen Romanzen durch die Teenie-Jahre wuseln.

Wir begleiten die „Gefährten fürs Leben“ durch dick und dünn und über mehrere Jahre der erzählten Zeit hinweg. Als sich die beiden im letzten Schuljahr noch glorreiche Zukunftspläne – etwa ein gemeinsames Studium im weitentfernten Boston der USA – ausmalen, findet kurze Zeit später ein Treffen mit dem harten Beton-Boden der Realität statt. Rosie wird zwar auf der Universität ihrer Träume angenommen, erfährt jedoch kurz danach, dass sie schwanger ist, nachdem es in der Abschlussballnacht zum Beischlaf mit dem Schulhof-Beau Greg gekommen war. Schlechtes Timing führt dazu, dass sie ihrem besten Freund Alex, der angehender Harvard Student ist, zunächst nichts davon erzählt und beschließt, ihn vorauszuschicken, um ein Jahr später ebenfalls in Boston zu studieren.

Es kommt mal wieder anders als geplant, als Rosie ihr zur Adoptionsfreigabe bestimmtes Kind in Händen hält und die Entscheidung trifft, es zu behalten. Boston wird gestrichen und ein ewiges Hin und Her zwischen Rosie und Alex startet in eine leider sehr vorhersehbare Film-Zukunft.

Was zunächst wie eine niedliche, deutsch-britische Komödie wirkt, die mit der recht sympathischen Hauptdarstellerin Lily Collins punktet, entpuppt sich schnell als stereotype „"Er liebt mich, er liebt mich nicht; sie liebt mich, sie liebt mich nicht"“-Geschichte. Trotz diversen hyperdramatischen Elementen passiert absolut nichts, was man nicht schon in etlichen Vorgänger-Liebesfilmen gesehen hätte, und der Film gerät zu einem eher seichten Kinoerlebnis.