Filmkritiken
11.04.2012

EISKALTES JAGDFIEBER

Selten hat man sich vor animierten Wölfen so gefürchtet und das liegt nicht, wie bei den Twilight-Vierbeinern, am schlechten CGI! Doch ehe die bissigen Tiere in Erscheinung treten dürfen, tauchen wir in die Vorgeschichte von Liam Neeson ein, der schon vor den aggressiven Fellträgern nichts zu lachen hatte.

John Ottway wird von einer Ölfirma in Alaska angeheuert, das Gelände von gefährlichen Tieren frei zu halten. Der erfahrene Schütze erlegt wenn es sein muss einen Wolf persönlich. Im dunklen und kalten Arbeits-Alltag fällt Ottway in immer tiefere Depressionen, da er seit dem Tod seiner geliebten Frau in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht mehr und sogar kurz vor dem Selbstmord steht.

Nach einem Schichtwechsel fliegt Ottway mit einigen Kollegen zurück Richtung Kanada. Das Flugzeug gerät jedoch in einen Schneesturm und stürzt ab. Ottway wird bei dem Crash aus dem Flugzeug geschleudert und überlebt beinahe unverletzt. Als er das Wrack der Maschine sieht, fasst er sich ein Herz und treibt alle Überlebenden zusammen, um mit ihnen vereint eine größere Überlebenschance in der eiskalten Tundra zu haben. Abgeschieden von jeglicher Zivilisation werden die Männer in der Nacht von hungrigen Wölfen angegriffen. Um der Gefahr des Erfrierens und der angriffslustigen Tiere zu entgehen, treibt Ottway, in der Hoffnung, auf eine Siedlung zu stoßen. die Gruppe Richtung Süden.

Von Eiseskälte und Hunger geplagt, kämpfen sich die Männer durch den hohen Schnee zu einem nahegelegenen Wald. Nebst der Witterung und einiger Hindernisse der Natur müssen sie sich immer wieder gegen die Wölfe wehren, die einen äußerst ausgeprägten Tötungstrieb entwickeln. Die Männer halten zusammen und versuchen, alle lebend aus der kalten Hölle zu entkommen, aber das Rudel lässt nicht locker….

Mit einer kargen Schneetundra-Kulisse und wenigen Mitteln wird hier höchste Spannung erzeugt. Die Landschaftsaufnahmen beeindrucken durch ihre Schönheit und Regisseur Joe Carnahans Kameraeinstellungen nehmen einem bewusst die Orientierung in der Nacht, um die Angriffe der Wölfe noch extremer und direkter wirken zu lassen.

Mit 8 starken Pfoten kann sich dieser spannende Thriller sehen lassen, denn hier wird nicht nur unsere Schreckhaftigkeit geprüft, sondern auch als Zuseher entwickelt man einen ungemeinen Überlebenswillen.