Erweitertes Kino 1 - In Memoriam Herbert Vesely

 
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AN DIESEN ABENDEN (1952)
Regie und Drehbuch: Herbert Vesely, nach dem Gedicht "Die junge Magd" von Georg Trakl; Kamera: Wilhelm E. Nassau, Hugo Holub; Musik: Gerhard Rühm; Darsteller: Mara Ghosta, Reinhard Halbich, Ferry Radax

NICHT MEHR FLIEHEN (1955)
Regie: Herbert Vesely; Buch: Vesely, Hubert Aratym nach Motiven von Paul Bowles und Albert Camus; Musik: Gerhard Rühm; Darsteller: Xenia Hagman, Hector Mayro, Judith Folda

Herbert Vesely ist der Verschollene des österreichischen Avantgardefilms. Sein Tod im Juli 2002 wurde in den österreichischen Medien nicht zur Kenntnis genommen; seine frühen Filme, mit denen er auf hohem künstlerischen Niveau ansetzte, ehe ihn kommerzielle Zwänge von diesem Weg abbrachten, kamen hierzulande kaum zur Aufführung. nicht mehr fliehen, in Deutschland produziert und in Spanien aufgenommen, ist ein Schlüsselwerk der 50er Jahre. Das Thema der Flucht, ein heimatloser Existenzialismus und die musikalisch kreisende Struktur der Handlung sind gültige Parameter der Kunst ihrer Zeit, die Vesely bereits in An diesen Abenden aufnimmt, in nicht mehr fliehen aber formal konsequent weiterentwickelt. Die Fuge (la fuga = die Flucht) als Struktur, deren Einheit alle ihre inneren Linien und Entwicklungen bestimmt, wird bei Vesely zur thematischen Bewegung, dem Absurden des Stillstandes im Zero zu entkommen. (Hans Scheugl)

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