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28.03.2017

Es geht los! Diagonale 2017

Heute startet die Diagonale in Graz und liefert bis 2. April einen Querschnitt durch das Filmschaffen in Österreich.

Die Diagonale eröffnet ihr diesjähriges Programm mit „Untitled“, dem bildgewaltigen Nachlass von Michael Glawogger. Die Aufnahmen aus vier Monaten Weltreise wurden von seiner langjährigen Cutterin Monika Willi montiert und erzeugen einen einzigartigen Sog, der hoffentlich das ganze Festival über anhält. Neben ihm feiert "Seeing Voices" von Darius Kowalski im Dokumentarfilmwettbewerb seine Österreichpremiere. Kowalski begleitet Gehörlose in ihrem Alltag und gibt den Zuseherinnen einen Einblick in die Welt der Gebärdensprache. In „Ein deutsches Leben“ erzählt die kürzlich verstorbene Brunhilde Pomsel über ihre Zeit als Goebbels Sekretärin im Propagandaministerium. Durch die subjektive Erzählperspektive eröffnet der Film die Möglichkeit zum Diskurs anstatt dem Zuseher eine fragmentierte Wahrheit zu liefern.

Nachwuchs

Im Spielfilmprogramm sind neben etablierten Namen wie Michael Kreihsl mit seinem Episodenfilm „Liebe möglicherweise...“ auch Nachwuchsregisseure mit ihren Erstlingsfilmen vertreten. Der Salzburger Adrian Goiginger konnte mit „Die beste aller Welten“, einer autobiografischen Geschichte über seine Kindheit im Drogenmillieu Salzburgs, bereits bei der Berlinale den Kompass-Preis in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ gewinnen. Die Filmakademie Wien-Absolventin Monja Art erzählt in „Siebzehn“ die Coming-of-Age Geschichte der jungen Paula und gilt als Favoritin für den großen Preis der Diagonale. Mit der ORF- Produktion „Die Notlüge“ ist auch die gebürtige Grazerin Marie Kreutzer im Diagonale Programm vertreten. In der Verwechslungskomödie mit dem „Wilde Maus“-Duo Josef Hader und Pia Hierzegger gelang Kreutzer ein überraschend frischer Zugang zum in Vergessenheit geratenen Genre.

Auch das Kurzfilmprogramm bietet spannende Arbeiten vom österreichischen Filmnachwuchs. In „Der Sieg der Barmherzigkeit“ setzt Albert Meisl seinen viel bejubelten Kurzfilm „Die Last der Erinnerung“ fort und zwingt Rafael Haider in sein nächstes Abenteuer. Im auf 16mm gedrehten "Neujohr" von Felix Kalaivanan treffen zwei ehemalige Schulfreunde in einer kargen Winterlandschaft aufeinander und zerstören mehr als nur die Erinnerung an bessere Zeiten.

Auch dieses Jahr bietet die Diagonale ein breit gefächertes Programm und ist aufjedenfall einen Besuch wert.

Özgür Anil

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