FAKE-DOKU AUF KUBANISCH

Ana ist nämlich Schauspielerin. Keine besonders erfolgreiche, aber immerhin. Und als Schauspielerin kann sie natürlich auch eine Prostituierte spielen, wenn es sein muss. Ana will nämlich unbedingt gegen gutes Geld (für einen neuen Eiskasten) in einer österreichischen Doku auftreten: „Whore’s Story“ soll die Arbeit heißen – und von Sexarbeiterinnen aus aller Welt berichten.

Der Regisseur heißt aber nicht Michael Glawogger, der an einer Fortsetzung von „Whore’s Glory“ arbeitet, sondern Michael Ostrowski. Ostrowski in seiner Rolle als Doku-Filmer macht seine Sache ungewohnt ernsthaft. Die Komik überlässt er den kubanischen Kolleginnen, die in ihrer Fake-Doku als Prostituierte einen herausfordernden Alltag meistern.

Der kubanische Regisseur Daniel Díaz Torres setzt auf milde Kuba-Klischee-Komik (andauernde Stromausfälle etc.), gespickt mit einem Hauch von Sozialrealismus – in der allerersten Kino-Koproduktion zwischen Österreich und Kuba.

Lügen auf Kubanisch

Lügen auf Kubanisch

Kuba/A 2012

La Pelicula de ana

Drama
28.06.2013
Daniel Díaz Torres
Eine kubanische Schauspielerin gibt vor, ein Straßenmädchen zu sein, um an einer Doku mitwirken zu können.

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