Friedrichshofer Spielfilme 4

 
46 min.
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In ANDY'S CAKE arbeiten sich Muehl und seine Kommune an dem ungleich berühmteren Künstlerkollegen Andy Warhol ab. Gemeinsam mit einem Gutteil der in Österreich renommierten Künstler entwirft man eine kurzweilige Szenenfolge aus der Factory. In absurden Episoden holt etwa Jack Nicholson (Adolf Krischanitz) als Chef eines OP-Teams den toten Warhol ins Leben zurück, während Nam June Paik als Priester ihm eine buddhistische letzte Ölung erteilt. Ähnlich wie in PICASSO ist ein Hauptmotiv des bunten Treibens jedoch die Frage nach der Kommerzialisierung von Kunst und der Motivation zu expressiver Arbeit, wenn etwa Warhols Stuhlgang von Apologeten direkt aus der Toilette gekauft wird oder Oswald Oberhuber die Malweise Jackson Pollocks imitiert und Farbe mit den Füßen auf der Leinwand verteilt. Die Erlösung und -leuchtung erfährt der Szenekünstler schließlich erst, als er in Schloss Prinzendorf erscheint und sich von Hermann Nitsch eine Blutorgie wünscht. Beim anschließenden Exzess des Orgien-Mysterien-Theaters wird Warhol wieder zum toten Künstlermaterial. (bm/mf)

ANDY'S CAKE, A 1993, 46 Minuten
REGIE Terese Panoutsopoulos-Schulmeister
BUCH Otto Muehl
KAMERA/SCHNITT Heinz Brandtner, Sandro Decleva, Peter Gold, Johannes Holzhausen
MIT Theo Altenberg, Edek Bartz, Herbert Brandl, Josef Danner, Georg Jiri Dokoupil, Friedrich Geyrhofer, Lorand Hegyi, Kurt Kalb, Martin Kippenberger, Hubert Klocker, Ursula Krinzinger, Adolf Krischanitz, Maria Lassnig, Cary Leibowitz, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Konrad/Oswald Oberhuber, Albert Oehlen, Nam June Paik, Martin Prinzhorn, Peter Raue, Violaine Roussies, Heinrich Steinek, Peter Weibel, Hans Weigand, Heimo Zobernig

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Terese Panoutsopoulos-Schulmeister

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