Gan / Garden

 Israel/USA 2003
83 min.
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"Gan" ist der Name eines Parks in Tel Aviv, in dem eine Gruppe junger Stricher und Dealer ihren Geschäften nachgeht.

Gan ist der Name eines Parks in Tel Aviv, eher ein heruntergekommener Grünstreifen, in dem eine lose Gruppe junger Stricher und Dealer ihren Geschäften nachgeht. Die Hauptfiguren dieser sensiblen Dokumentation sind zwei männliche Prostituierte, der Palästinenser Nino und der arabische Israeli Dudo, die in einer rauen solidarischen Freundschaft miteinander verbunden sind, die an die schönsten Momente in den Filmen von Pier Paolo Pasolini erinnert. Zugleich ist Gan das Porträt einer Gesellschaft in Aufruhr, im fortwährend präsenten und scheinbar ausweglosen israelisch-arabischen Konflikt. Nino und Dudo, zwei junge männliche Prostituierte, erzählen miteinander verknüpfte Geschichten über Gewalt, Ausbeutung und Überleben: Während sie palästinensischen Polizisten, Agenten des israelischen Geheimdienstes, lüsternen Vermietern, Gefängniszellen in Tel Aviv und den stadtweiten Ausgangsperren trotzen, erklären die Teenager, weshalb sie diese Risiken Tag für Tag eingehen.

In rauhem Dokumentarstil gefilmt, zeigt Garden einen Aspekt des Nahen Ostens, der gewöhnlich in der Flut der Medienberichte über Terrorismus und den israelisch-palästinensischen Konflikt untergeht. Das Schicksal der beiden jungen Männer ist mehr als nur eine Metapher für die Ausbeutungen und die weit verbreiteten Missbräuche, die im Nahen Osten herrschen. Garden spiegelt die trostlose Lage junger Araber wider, indem er ihren alltäglichen Überlebenskampf auf der Straße schildert, und liefert damit ein intimes Porträt arabisch-israelischer Beziehungen, das allgemein verbreitete Klischees unterläuft. Und obwohl das Leben Nino und Dudo wenig Anlass für Optimismus gibt, lassen die Standhaftigkeit und Freundschaft der beiden doch so etwas wie ein Licht am Ende des Tunnels aufleuchten.

(Text: Viennale 2004)

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Ruthie Shatz, Adi Barash
Uri Frost
Adi Barash
Ruthie Shatz, Adi Barash

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