Ghetto

 CH 1997
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Ghetto ist ein soziographischer Dokumentarfilm, der eine Gruppe Halbwüchsiger über den Zeitpunkt eines Jahres begleitet. Die Jugendlichen stehen am Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, zwischen Schule und Erwerbsleben, wo sie sich der Chancen und der Schwierigkeiten ihrer Zukunft bewußt werden und sich von der jugendlichen Unbeschwertheit lösen müssen. Thomas Imbach hat seinen Film chronologisch locker und thematisch andeutungsweise in die Kapitel Ghetto, Auto, Techno, Sex, Drugs und Marroni gegliedert. Die Agilität der leichten Kamera schafft mit geringem Aufwand eine Nähe zu den Jugendlichen und ermöglicht eine unkomplizierte Direktheit im Umgang mit ihnen. Diese entwickelt sich bis zu jenem Punkt, an dem die Mitwirkenden selbst über die filmische Arbeit zu reflektieren beginnen. Filmteam und Jugendliche stehen in sichtbar lockerem Verhältnis zueinander, ohne Berührungsängste und durch das Objektiv provozierte Ernsthaftigkeit. Ghetto erzählt keine geschlossene Geschichte, der Film besteht vielmehr aus Momentaufnahmen, die ein Puzzle ohne festgelegte Umrisse ergeben. Grundsätzlich orientiert sich die Kamera an den Sprechenden, deren Aussagen schnell und unverdeckt geschnitten werden. Mit Absicht ungeschliffen, vermittelt Ghetto keine Antworten auf die Fragen der Jugendlichen; will und kann es auch nicht, weil sie noch auf der Suche sind. (Majan Garlinski)Ghetto is the result of a kind of social experiment conducted by Swiss filmmaker Thomas Imbach. For one year, he accompanies a group of Zurich youths as they try to find their place in life. What they have in common, is their unsecure future and their necessity to leave the ease of youth behind. Imbach uses a very direct approach to follow his subjects - up to a point at which the youngsters themselves reflect on their work with the film crew.

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Thomas Imbach

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