Hans-Christof Stenzel

 
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Hans-Christof Stenzels Film DIE BLUMEN DES BÖSEN nimmt Motive aus Charles Baudelaires gleichnamiger Gedichtsammlung auf. Eine Auswahl daraus wird von Gerhard Rühm aus dem Off gesprochen. Beginnend mit Einstellungen aus STRANGULATION werden die Protagonisten bei ihren Drogenseancen begleitet. Die auditive Poesie korrespondiert mit der visuellen Filmsprache. Einer tanzenden Schlange gleich, folgt ekstatischen Momenten eine Stillstellung von Raum und Zeit. Das Gedicht »Litanei zum Satan« beschließt den Film, der von einer lyrischen Annäherung zunehmend zur raumgreifenden Körperanalyse wird. Die dramatisch aufgebaute Filmaktion STRANGULATION ist hingegen in einer Einstellung gedreht. Darin erweitert Brus das Vokabular der Körpersprache hin zur Körperanalyse. Die Kamera befindet sich in einem schmalen Vorraum und blickt zur Wohnungstür. Der nackte Brus schleift den verschnürten nackten Körper von Anni Brus zur Tür, hakt ihre Beine dort mit Schnüren fest, hängt sich selbst kopfunter auf. Das Kamerarattern gibt den Ton zu diesem präzise strukturierten Film, bis Anni Brus die Aktion abbricht. (bm/mf)

DIE BLUMEN DES BÖSEN A 1968, 30 Minuten, s/w
REGIE Hans-Christof Stenzel
KAMERA Rudolf Klingohr
SCHNITT Rosemarie Stenzel-Quast
MITARBEITER Günter Brus, Eva Hardegen, Heidemarie Lübke, Otto Muehl

STRANGULATION A 1968, 6 Minuten, s/w
REGIE/KAMERA Hans-Christof Stenzel und Rosemarie Stenzel- Quast
MIT Günter Brus und Anni Brus

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