Filmkritiken
07/31/2013

HASCHCOOKIES VON DER OMA

Arm und alt ist eine der schlechtesten Kombinationen, die man sich vorstellen kann. Paulette, eine griesgrämige Pensionistin, wohnhaft in den Pariser Banlieus, kann davon ein Lied singen. Die Mindestpension reicht nie aus, und zuletzt wird ihr gar der Fernseher gepfändet. Natürlich sind „die Ausländer“ schuld – denn Paulette ist überzeugte Rassistin.

Die „nichtfranzösischen“ Drogendealer in ihrer Nachbarschaft werden ihr erst sympathischer, als sie ein gutes Geschäft mit Haschdealen wittert. Wer verdächtigt schon eine alte Oma?

Außerdem kann sie hervorragend backen und betreibt bald mit ihren Freundinnen ein florierendes Geschäft mit Haschcookies.

Die tolle, gerade erst verstorbene Bernadette Lafont – einst eine Inspiration für die Nouvelle Vague – verleiht ihrer schablonenhaften Rolle der kauzigen Alten resolute Gediegenheit. Als Sozialkomödie bleibt „Paulette“ vordergründig und gefällig – dafür aber streckenweise recht unterhaltsam.

Eine pensionierte Konditor-Meisterin wird zur Aufbesserung ihrer Pension Haschisch-Dealerin. Der Millionenhit aus Frankreich begeistert mit viel Witz und Esprit.